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Pendeln zwischen Pönitz und London, Gesang und Kabarett

Pendeln zwischen Pönitz und London, Gesang und Kabarett

Ein Prinz und eine Diva - die Talkrunde "Blaue Stunde Taucha" bot am Dienstagabend für Moderator Tobias Meier eine echte Herausforderung. Doch Prinzen-Sänger Tobias Künzel und Kabarett- und Musical-Diva Katrin Weber hatten keinerlei Allüren.

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Tobias Künzel und Katrin Weber stellen sich im Café Esprit auch den Fragen aus dem Publikum.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. So entwickelte sich im ausverkauften Café Esprit von Anfang an ein munteres Gespräch. Zum Beispiel über Webers erstes Solo-Album mit dem Titel "Ich würd' Dich gerne wieder siezen", produziert, komponiert und teilweise getextet von Künzel. Vier lange Jahre haben sie so lange gefeilt, bis alles passte. Drei Texte steuerte auch Künzels Ehefrau Kati Naumann bei. "Nicht zuletzt deshalb ist es fast ein Familien-Produkt geworden", lachte Künzel, "denn auch mein Bruder Lutz ist mit seiner Gitarre und mein Papa Harry mit seiner Klarinette zu hören, ich sitze am Schlagzeug und unsere Tochter Clementine, sie hat Fotografie studiert, ist für das Cover-Foto der CD verantwortlich." Auf der CD ist auch Webers langjähriger Kabarett-Partner Bernd-Lutz Lange einmal zu hören.

Webers Weg vom Musical zum Kabarett führte über ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. "Spätestens, als mich eine Dozentin fragte, ob ich nicht lieber ins Malereistudium wechseln wolle, wurde mir klar, dass ich beim Musical besser aufgehoben war, als im Klassik-Fach", schmückte sie kabarettreif diese Episode aus. Nach Jahren als Musicaldarstellerin orientierte sie sich in den 90er Jahren mehr und mehr auf Schauspiel und Kabarett, ging hier mit Schauspieler Tom Pauls auf Tournee, war und ist sie in vielen MDR-Sendungen zu sehen. Seit 2004 agierte Weber als gefeierte Kabarett-Partnerin vom Academixer-Urgestein Bernd-Lutz Lange. Dass er sich im Mai vom Kabarett zurückzog, bedauert sie sehr: "Der Bernd fehlt mir. Es war eine wunderbare Zeit mit ihm". An Bühnenauftritten mangelt es ihr weiterhin nicht. Sie tourt in Mitteldeutschland mit einem Solo-Programm, singt mit großen Sinfonie-Orchestern, so dass ihr nicht mal Zeit für besinnliche Weihnachtstage bleibt. Sie habe alle großen Musical-Titelrollen gesungen. Nur die Norma aus "Sunset Boulevard" von Andrew Lloyd Webber sei für sie noch eine Traumrolle.

Den Pönitzer Tobias Künzel kann man schon mal in einem der Tauchaer Geschäfte treffen, wenn er sich nicht gerade in seinem Zweitwohnsitz im Londoner Stadtteil Camden Town aufhält. "Da bin ich künstlerisch zu Hause, habe ich die besten Einfälle", erzählte der ehemalige Thomaner. Mit der Band "Ruff as Stone" hat er dort auch eine musikalische Heimat gefunden. In der Stadt an der Themse kam ihm auch die Idee zu seinem Musical "Comeback! Das Karl-Marx-Musical", das derzeit im Plauener Vogtlandtheater und im Zwickauer Gewandhaus gespielt wird. Mit den "Prinzen", die 2016 ihr 25-jähriges Jubiläum feiern, entstand im März auf Mallorca ein Album, das 2015 erscheinen soll. Im nächsten Jahr wird es auch 40 Konzerte der Gruppe in Kirchen geben, am 5. Juni sind sie in der Leipziger Oper mit Orchester und Opernchor zu erleben und bei einer Theatertour dürfen sie auch in der Semperoper in Dresden, gastieren.

Zusammen mit Ehefrau Kati produziert Künzel auch das Hörbuch "Die kleine Schnecke Monika Häuschen". Während Kati die Geschichten schreibt, ist Tobias als Regenwurm Schorsch im schönsten Sächsisch zu hören. 400 Episoden sind es schon, bei denen auch "Gastredner" immer mal eine Rolle bekommen. Katrin Weber wird demnächst vielleicht als Frosch zu hören sein.

Dass Katrin Weber und Tobias Künzel bei allem Erfolg bodenständig geblieben sind, beweist auch die Tatsache, dass sie das Honorar des Abends für den Leipziger Verein "Straßenkinder" spenden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.11.2014
Reinhard Rädler

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