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Taucha Planungsverband favorisiert Lösung für B87n im Norden Tauchas
Region Taucha Planungsverband favorisiert Lösung für B87n im Norden Tauchas
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21:00 23.04.2010
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Taucha

Gut eine Stunde zuvor hatte der Planungsausschuss des Verbandes seine bisherige Linie auch bei der Abwägung der Einwände von Privatleuten gegen das Neubauvorhaben einer vierspurigen Bundesstraße zwischen Leipzig über Eilenburg nach Taucha beibehalten. Wie berichtet, muss der Regionalverband, in dem neben Leipzig auch die Landkreise Nordsachen und Leipziger Land vertreten sind, dafür in einem eigenen Verfahren seinen Regionalplan fortschreiben und sozusagen Platz schaffen für eine solche Straße. Rund 2000 Einwände von Betroffenen gab es dagegen – drei Viertel kamen aus Borsdorf und Taucha. Schritt für Schritt ging der Ausschuss vor Dutzenden Betroffenen die verschiedenen Themenbereiche durch. Ob etwa der Bedarf für die Straße existiere, sei nicht Sache des Verbandes, erklärte Manfred Friedrich von der Planungsstelle. Der Bund habe das Gesetz gemacht, nur der könne es ändern. Der Ausschuss empfahl schließlich wie schon im März in Naunhof, den Untersuchungskorridor für die Trassen im Norden aufzuweiten und auch den Bereich der S4 Eilenburg-Krostitz aufzunehmen. Ferner legte er das raumordnerische Ziel fest, dass die Straße in dem Korridor nördlich der alten B87 gebaut werden soll. Sollte ein Verlauf südlich davon verkehrsplanerisch und wirtschaftlich unumgänglich sei, sei dafür eine vorhandene Parthequerung zu nutzen. Die Verbandsräte votierten kurz darauf einstimmig für den Beschluss, auch die Leipziger Vertreter. „Wir befinden uns damit zwar im Widerspruch zur Linie der Stadt, aber sind der Meinung, dass es so raumordnerisch sinnvoller ist“, sagte Stadträtin Sabine Heymann (CDU). Die Pläne werden wegen der Änderungen erneut ausgelegt, zum Jahresende soll endgültig abgestimmt werden. Der Verband entschied damit auch gegen eine Stellungnahme des Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Das hatte in letzter Sekunde beim Verband versucht, für die umstrittene Südtrasse doch noch eine Hintertür zu öffnen. „Ich bin froh, dass wir einen weitgehenden Konsens gefunden haben“, wies der Verbandsvorsitzende Gerhard Gey das Ansinnen ab. „An dem halten wir jetzt auch fest.“ Dirk Werner von der Bürgerinitiative „Alternative B87“ lobte Planungsstelle und Verbandsräte für ihre Konsenssuche. „Allerdings hätten wir auch das verbliebene kleine Schlupfloch gerne noch geschlossen“, sagte er. „Wir werden wachsam bleiben.“

Jörg ter Vehn

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