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Taucha Platanen zu groß für engen Fußweg
Region Taucha Platanen zu groß für engen Fußweg
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15:05 19.05.2015
Hier wird es zu eng für die stetig weiter wachsenden Platanen. Quelle: Olaf Barth

Die Platanen sind seit einigen Jahren ihren Kinderschuhen im wahrsten Sinne des Wortes entwachsen. Die Wurzeln heben stellenweise bereits den schmalen Fußweg oder die Asphaltdecke der Straße an. In der Stadtverwaltung gingen auch schon Befürchtungen von Anwohnern ein, dass die Bäume an ihren Häusern Schäden anrichten könnten. Die Stadt wurde aufgefordert, etwas zu unternehmen.

"Es ist ganz offensichtlich so, dass diese Bäume am falschen Ort stehen. Da muss wohl zu DDR-Zeiten mal eine größere Fuhre Platanen geliefert worden sein, die dann an dieser und an anderen Stellen gepflanzt wurden. Diese Bäume galten ja als besonders widerstandsfähig gegen die damals viel stärker verschmutzte Luft", erklärte gestern Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD). Die Verwaltung sowie die Stadträte im Umweltausschuss hätten sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt. So sei zunächst überprüft worden, ob nicht Kronen- und Wurzelschnitt beziehungsweise Wurzelschutz dieser Baumreihe hätten das Leben retten können. "Aber am Ende stand das Ergebnis, dass das alles keinen Sinn macht. Da jammert es den Hund, es ist wirklich schade um diese Bäume. Aber ab einer bestimmten Größe werden sie an so einem Standort zum Problem. Wir hatten uns die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht", erklärte Schirmbeck. Auch von der anfänglichen Idee, an dieser Stelle schmalere Bäume als Ersatz zu pflanzen, sei Abstand genommen worden. Schirmbeck: "An dieser Stelle ist es einfach zu eng, zumal in den benachbarten Grundstücken auch schon Bäume stehen. So werden wir die Ersatzpflanzungen in der Nähe an anderen Stellen vornehmen." Wahrscheinlich im Januar sollen die Fällarbeiten beginnen.

Davon kann bei den zahlreichen Platanen auf der gegenüberliegenden Straße nicht die Rede sein. "Da gibt es zwar auch einige Probleme. Doch ist dort wesentlich mehr Platz vorhanden. Die Baumscheiben sind größer, der Fußweg ist breiter, sodass hier die Dinge eher in den Griff zu bekommen sind und keine so beängstigende Situation wie auf der anderen Straßenseite entsteht. Deshalb wurde entschieden, dass diese Bäume stehen bleiben", sagte der Bürgermeister.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.12.2013
Olaf Barth

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