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Taucha Platz für mehr Gewerbe in Merkwitz
Region Taucha Platz für mehr Gewerbe in Merkwitz
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08:00 18.07.2012
Tauchas Flächennutzungsplan soll überarbeitet werden. Bauamtschefin Barbara Stein (links) und Maritta Mandry sitzen hier am Entwurf. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Der Stadtrat gab dazu jüngst einstimmig den Auftrag.

17 Änderungen sollen nach dem Willen der Räte in den Plan eingearbeitet werden. Es seien meist kleine Korrekturen, die nach einer Bautätigkeit nun in den Flächennutzungsplan (FNP) aufgenommen werden müssten, Änderungen, die mit den Jahren nach und nach aufgelaufen seien, so Bauamtschefin Barbara Stein. Anfang nächsten Jahres soll der neue Plan vorliegen.

Unter Punkt zwölf verbirgt sich auch etwas Großes: Dabei geht es um die BMW-Erweiterungsfläche westlich von Merkwitz. Dort seien bislang zehn bis 15 Hektar Fläche als Gewerbegebiet geplant gewesen, erläutert Stein. Bebaut sei auf Tauchaer Flur zwar noch nichts, aber es zeichneten sich rund um BMW weitere Gewerbeansiedlungen ab. Zusammen mit Leipzig sei daher in einer Studie ermittelt worden, wie dies möglichst verträglich für Mensch und Natur geschehen könnte.

Der Entwurf des FNP sehe nun rund 50 Hektar Gewerbefläche vor. „Entsprechend vergrößert wird natürlich auch die Ausgleichsfläche auf 36,5 Hektar“, so Stein. Der Vorschlag laute, den Grünzug um den Ort herum – dort fließt auch die Parthe – dafür deutlich zu vergrößern. Dadurch könne auch das Gewerbe definitiv nicht zu nah an den Ort herankommen, erklärt sie den Vorteil. Mitte August wolle die Stadt die Grundstücksbesitzer einladen und ihnen die Pläne erläutern.

Die weiteren Änderungen im FNP betreffen zumeist kleinere Flächen. So solle das allgemeine Wohngebiet Matthias-Erzberger-Straße etwas erweitert werden und künftig unmittelbar bis an den Kreisel reichen. „Der private Besitzer der Gartengrundstücke möchte dort vier bis fünf Einfamilienhäuser errichten“. sagt Stein. Gebaut sind solche Häuser bereits am Ende der Klebendorfer Straße, weshalb das dortige Mischgebiet in ein Wohngebiet gewandelt werden solle, so Stein.

Erledigt hätten sich im Süden von Merkwitz offenbar Pläne eines Investors, dort 25 Wohnhäuser errichten zu wollen. Die Wohnbaufläche werde zurückgenommen, im Gegenzug eine kleinere neue am alten „Gasthof Merkwitz“ eingeordnet.

Der geplante nördlichste Teil der Steinbruchsiedlung soll verkleinert, ebenso eine Mischgebiet-Fläche an der Bergstraße in Plösitz bis zur Grenze des Landschaftsschutzgebietes reduziert werden. Das bisherige allgemeine Wohngebiet zwischen Karl-Große-Straße, Sommerfelder Straße und Leipziger Straße, wo sich Kino, Bowlingdschungel und Seniorenwohnungen befinden, soll Mischgebiet werden.

Ein unbeplanter weißer Fleck nördlich von Rösl soll ebenso wie ein solcher nördlich von Sehlis, wo eine Solaranlage geplant war, der Landwirtschaft gewidmet werden. Aus den Plänen gestrichen würde der geplante Tempel an den Schöppenteichen sowie die B  87-Neubau-Trasse an der Bahn. Entfernt werden soll die ehemalige Kita Auenweg, hinzu kommen soll die Kita St. Moritz.

Jörg ter Vehn

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