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Taucha Pönitzer Übergang für Autos künftig gesperrt
Region Taucha Pönitzer Übergang für Autos künftig gesperrt
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00:35 21.08.2015
Zwischen den Gleisen wurde am Pönitzer Bahnübergang bereits die Straße entfernt, sodass jetzt hier für Autos kein Durchkommen mehr ist. Quelle: Olaf Barth
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Pönitz

Und das soll auch künftig so bleiben. Denn wie Bau-Fachbereichsleiterin Barbara Stein aus der Tauchaer Stadtverwaltung informierte, wird der Bahnübergang nach dem Umbau nur noch von Fußgänger und Radfahrern überquert werden können. "Es gibt dann auch die Anrufschranke nicht mehr. Die Bahn gestaltet den Übergang neu", so Stein. Danach werde die Stadt das noch fehlende Straßenstück von der Wohnbebauung bis zum Übergang ebenfalls fertigstellen.

Den Umbau betätigte inzwischen auch nach LVZ-Anfrage die Pressestelle der Deutschen Bahn. "Der Bahnübergang Po 50 zwischen Taucha und Jesewitz am Haltepunkt Pönitz wird ab 17. August umgebaut", teilte Sprecher Jörg Bönisch mit. Demnach werde die vorhandene "Bahnübergangssicherungsanlage", die derzeit als elektrische Anrufschranke in Form einer Vollschranke betrieben wird, durch eine neue, moderne Anlage ersetzt. Bönisch: "Die neue Schrankenanlage besteht aus Halbschranken und ist mit Straßensignalen in den Farben Lichtsignalgelb/rot, mit Andreaskreuzen sowie Warnakustik ausgestattet." Laut Bönisch wird in diesem Zusammenhang die Breite des Bahnübergang auf 2,50 Meter reduziert. Damit sei der Bahnübergang ab Montag, den 24. August nur noch für Fußgänger und Fahrradfahrer nutzbar. "Motorisierte Straßenverkehrsteilnehmer müssen dann den 600 Meter entfernten Bahnübergang nutzen", so Bönisch. Dieser befindet sich auf der Kreisstraße zwischen Taucha und Pönitz und ist aus der Siedlung über die Straße Am Walde erreichbar. Die neue Schranke soll voraussichtlich am 26. August in Betrieb genommen werden. Wieviel Euro die Deutsche Bahn für den Umbau ausgibt, dazu wurde trotz mehrmaliger Nachfrage nichts mitgeteilt.

Viele Pönitzer interessiert auch, was aus dem mit Graffiti verunstalteten alten Bahnhofsgebäude wird. Dazu meinte Bönisch: "Im Empfangsgebäude befindet sich noch Technik, die im Zuge des Umbaus des Bahnübergangs ausgelagert wird. Perspektivisch steht das Gebäude zum Verkauf, wobei die Kommune Interesse bekundet hat." Übersetzt heißt das, die Deutsche Bahn reißt das Gebäude nicht ab. Davon war allerdings die Stadtverwaltung ausgegangen, denn die Stadt signalisierte laut Stein tatsächlich Interesse, die dann frei gewordene Fläche für Auto-Parkplätze und Fahrrad-Stellflächen zu nutzen. Da künftig die Straße Am Bahnhof für Kraftfahrzeuge nicht mehr durchgängig befahrbar sein wird, will die Stadt den vom Ortszentrum zur Schranke führenden Teil mit einem neuen Straßennamen versehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.08.2015
Olaf Barth

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