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Taucha Pönitzer wollen Tempo 30 behalten - Ausbau der Durchgangsstraße
Region Taucha Pönitzer wollen Tempo 30 behalten - Ausbau der Durchgangsstraße
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16:40 19.05.2015
Die Tiefbauarbeiten haben in Pönitz bereits begonnen - die Straße ist gesperrt. Quelle: Olaf Barth

Denn bekanntlich soll in dem Tauchaer Ortsteil in den nächsten Wochen und Monaten die Durchgangsstraße grundhaft ausgebaut werden. Gespannt waren die Zuhörer vor allem auf die angekündigten Kostenberechnungen. Denn an den 145 000 Euro, mit denen die Stadt an den Ausgaben für Tiefbau, Grünflächen, Planungen und Grunderwerb beteiligt ist, werden die Anwohner entsprechend der Straßenausbaubeitragssatzung mit zehn Prozent beteiligt. Das bezieht einzig auf den Fußwegbau, für die Kreisstraße greift die Satzung nicht. Von Taucha aus gesehen links wird ein neuer, 1,80 Meter breiter Fußweg gebaut, der dann auch für Radfahrer zugelassen wird. Auf der anderen Seite entsteht vor den Grundstücken ein 70 Zentimeter breites Bankett.

Bau-Fachbereichsleiterin Barbara Stein rechnete in der von Bürgermeister Holger Schirmbeck im Bowling-Dschungel moderierten Veranstaltung an zwei Muster-Grundstücken vor: "Für ein 500 Quadratmeter großes Grundstück werden 155 Euro fällig und für 900 Quadratmeter 278 Euro." Noch nicht mit einberechnet ist die 90 000 Euro teure neue Beleuchtung. Auch hier würden anteilig zehn Prozent fällig, doch es besteht noch Hoffnung, so Stein, das der Bescheid zu beantragten Fördermitteln über das Programm Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) positiv ausfällt. Mitte Juli wird der Bescheid erwartet. Die Zahl der Laternen entlang der Tauchaer Straße wird von 13 auf 15 erhöht. Dabei handelt es sich laut Stein um moderne LED-Leuchten. Fünf weitere kommen im Kreuzungsbereich sowie je zwei an den Einmündungen zur Dorfstraße und zur Bahnhofsstraße hinzu. Nicht mit verrechnet werden dürfen für die Bürgeranteile die einst von der Firma Rösl für den Ort zur Verfügung gestellten rund 51 000 Euro. "Das erlaubt der Gesetzgeber nicht. Ein Teil davon ist bereits in Pönitzer Infrastruktur geflossen. Die restlichen 44 000 Euro fließen jetzt mit in die Ausgaben ein", erklärte Stein.

Für die bei den Bewohnern wegen der geplanten neuen Ausführung der Bushaltestellen nicht unumstrittenen Angergestaltung sollen eine Weide und eine Pappel gefällt werden. Dafür werden als Ersatz eine Säulenhainbuche, drei Zierkirschen und zwei Mehlbeeren neu gepflanzt. Über den Bauablauf informierte Amtsleiter Uwe Schmidt vom Landratsamt. Er nahm zur Kenntnis, dass die Pönitzer auf jeden Fall beantragen werden, das jetzt geltende Tempo 30 auf der Straße auch nach deren Ausbau beizubehalten. Sonst würden die Lkw zu schnell durch den Ort donnern. Schmidt sagte weder zu noch ab, der Antrag müsse geprüft werden.

Obwohl die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) wegen des Wetters und unvorhergesehener Besonderheiten im Baugrund bereits drei Wochen in Verzug sind, soll das Fertigstellungsziel Dezember erreicht werden. "Wenn die KWL in einem Teil fertig sind, kann ja parallel der Straßenbau starten", so Stein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.06.2013

Olaf Barth

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