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Taucha Polizeirat André Schuhknecht: „Taucha ist eine sichere Stadt“
Region Taucha Polizeirat André Schuhknecht: „Taucha ist eine sichere Stadt“
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06:03 13.11.2018
Das Stehlen von Fahrrädern gehört zu den wenigen Straftaten, die in Taucha zugenommen haben. Ansonsten scheint die Kriminalität auf dem Rückzug. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

In Taucha verzeichnen wir in den Jahren 2013 bis 2017 in der Kriminalitätsentwicklung bei den erfassten Straftaten einen Rückgang um fast elf Prozent“, erklärte Schuhknecht. Im Jahr 2017 habe es gegenüber 2013 genau 107 Fälle weniger gegeben. Die von dem Polizeirat vorgestellte aktuelle Statistik beziehe sich durchgängig auf das Jahr 2017, da die diesjährigen Zahlen erst Anfang 2019 statistisch zur Verfügung stünden.

Mehr Ladendiebstähle

Mit 895 erfassten Straftaten liege Taucha wie immer seit 2013 unter der Zahl 1000. Lediglich 2016 wurde mit 1002 erfassten Fällen diese Marke knapp gerissen. Zu der niedrigsten Zahl der erfassten Straftaten im vorigen Jahr seit 2013 gesellt sich mit 40,6 Prozent auch eine der höchsten Aufklärungsquoten. Nur 2013 lag sie mit 40,7 Prozent knapp drüber.

Doch wo Licht ist, gibt es meist auch Schatten. Wurden voriges Jahr zwar insgesamt 18,2 Prozent weniger Diebstähle in Taucha erfasst, kam es in einzelnen Kategorien gegenüber 2016 auch zu einer Erhöhung der Straftaten. So stieg die Zahl der Ladendiebstähle um zwölf auf 47 an. Das entspricht einer Zunahme um 34,3 Prozent. Und wurden jeweils nur noch vier Auto- sowie Motorrad-Diebstählen (minus 75 bzw. minus 64 Prozent) erfasst, nahmen die Diebstähle von Fahrrädern um rund 48 Prozent zu. 93 Fahrräder wurden voriges Jahr entwendet, das sind 30 mehr als 2016.

Weniger Wohnungseinbrüche

Eine leichte Zunahme von drei auf fünf erfasste Fälle gab es laut Schuhknecht bei „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“, darunter ein Kindesmissbrauch. Zurück gingen dagegen die Prügeleien mit Körperverletzungen. Ebenso gab es mit den erfassten 30 Fällen voriges Jahr sieben Wohnungseinbrüche weniger als 2016. Die Zahl der Einbrüche in Böden, Keller oder Waschküchen sank von 99 auf 71 und die Diebstähle aus Kraftfahrzeugen von 65 auf 37. Die Sachbeschädigungen an Kfz nahmen allerdings von 25 auf 38 zu.

Die Zahl der Rauschgiftdelikte blieb mit neun Fällen unverändert. Außerdem wurden fünf Brandstiftungen (eine mehr als 2016) und 117 Betrugsfälle, meist in Verbindung mit Internetkäufen, registriert (38 mehr). Erfasst werden ebenso die Straftaten bezüglich der Asylgesetze und Aufenthaltsgenehmigungen. Diesbezüglich wurden in Taucha zwei Fälle, einer weniger als 2016, registriert.

Von den im vorigen Jahr insgesamt 895 erfassten Straftaten wurden laut Schuhknecht 363 aufgeklärt. Dabei konnten insgesamt 306 Tatverdächtige ermittelt werden, unter ihnen 57 Nichtdeutsche, was 18,6 Prozent entspricht. Die Nachfrage von Detlef Porzig (CDU), wie viele der Straftäter direkt aus Taucha stammen, konnte der Polizeirat an dem Abend nicht beanworten. Und Porzigs Parteikollege Lars Lehmann wollte wissen, wie sich Schuhknecht den Rückgang der Kriminalität erkläre.

Eigentum besser schützen

Unter dem Stichwort „Gelegenheit macht Diebe“ führte dieser den Rückgang unter anderem auf den besseren Schutz des Eigentums zurück, zum Beispiel durch Maßnahmen gegen Wohnungs- oder Hauseinbrüche. Die Polizei biete hierzu für jeden Interessenten auch entsprechende Beratungen an. Andererseits würden Fahrräder die nicht angeschlossen sind, eben schneller entwendet als gesicherte. Peter Wagner (SPD) erkundigte sich nach Kriminalitätsschwerpunkten in Taucha. „Wir haben keine Schwerpunkte. Taucha ist eine sichere Stadt“, sagte Schuhknecht. Von den insgesamt in der Polizeidirektion Leipzig erfassten Straftaten würden jene in Taucha gerade einmal 0,8 Prozent ausmachen.

Von Olaf Barth

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