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Preisskat: Hauptpreis geht nach Eilenburg

Preisskat: Hauptpreis geht nach Eilenburg

Sonntagmorgen, es ist zehn Uhr in der Parthestadt: Die Sonne scheint, vor einer halben Stunde hat der Gottesdienst begonnen. Auf den Straßen sind weniger Autos und Menschen zu beobachten, als wochentags.

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Ralph Gorgas (rechts) aus Leipzig lässt sich nicht in die Karten schauen und spielt gegen Reiner Engel aus Leipzig und Peter Tympel (links) aus Taucha.

Quelle: Benjamin Böhme

Taucha. Eine weiße Katze stolziert quer über die Schlossstraße, blinzelt in die Sonne und huscht in ein Gebüsch. Guido Lerch, der Wirt vom Ratskeller, zapft das erste Pils des Tages und entkorkt die erste Weinflasche.

In den urigen Katakomben unter dem städtischen Rathaus haben es sich 43 Skatbrüder aus Leipzig und Umgebung am letzten Sonntag gemütlich gemacht. Sie sind dem Ruf des Spielleiters Uwe Böhm gefolgt, der bereits seit fast einem Jahrzehnt jährlich zum Preisskatturnier lädt. Ausgerichtet von den Reudnitzer Skatbuben, reisen die Gäste nicht nur aus Leipzig, sondern auch aus Eilenburg, Wurzen, Fuchshain oder sogar Freiberg an. Sie spielen streng nach der internationalen Skatordnung und den Turnierbedingungen des Deutschen Skatvereins.

Nach insgesamt vier Stunden Spielzeit stehen am frühen Nachmittag regelmäßig die Sieger fest. Dieses Mal räumte den Hauptpreis von 130 Euro Siegfried  Grieser  vom SC Eilenburg 1990 ab. Er konnte zudem den silbrig funkelnden Pokal mit nach Hause nehmen. Zweiter wurde Manfred Christoph vom SC Glück auf Freiberg, den dritten Platz belegte Michael Lipold aus Groitzsch. Angelika Amende siegte mit 1775 Punkten in der Kategorie „beste Skatdame“ – pikanterweise war sie auch die einzige weibliche Spielerin, die an den Start gegangen war. Bester Tauchaer wurde Hermann Pache mit 2336 Punkten. Er erreichte den sechsten Platz.

Sorgen macht dem Spielleiter der Altersschnitt der Sportler. „Der dürfte sich zwischen 45 und 50 Jahren liegen“, schätzt Böhm. Zwar versuche er immer wieder Jugendliche für das Turnierspiel zu gewinnen, doch ehe es zu regelmäßigem Training oder gar zu Vereinsstrukturen kommt, sei ein langer Weg zurück zulegen. Hinderlich sei auch, dass es in Taucha derzeit keinen Skatverein gibt. Derartige Bemühungen seien vor Jahren bereits gescheitert.

Dennoch gibt Böhm die Hoffnung nicht auf: „Skat ist ein Sport, bei dem Kombinationsfähigkeit und Erinnerungsvermögen geschult werden“, sagt er. Es sei der ideale Denksport für den Schulunterricht.

Auch im nächsten Jahr wird die Parthestadt Austragungsort des Preisskates sein. Nachdem die Veranstaltung in den Vorjahren im Delitzscher Bürgerhaus und der Tauchaer Mehrzweckhalle abgehalten wurden, soll der Ratskeller auch 2012 den Skatbrüdern Wettkampf- und Begegnungsstätte sein.

Benjamin Böhme

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Von Redakteur Benjamin Böhme

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