Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Preisskat: Hauptpreis geht nach Eilenburg
Region Taucha Preisskat: Hauptpreis geht nach Eilenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:00 04.04.2011
Ralph Gorgas (rechts) aus Leipzig lässt sich nicht in die Karten schauen und spielt gegen Reiner Engel aus Leipzig und Peter Tympel (links) aus Taucha. Quelle: Benjamin Böhme
Anzeige
Taucha

Eine weiße Katze stolziert quer über die Schlossstraße, blinzelt in die Sonne und huscht in ein Gebüsch. Guido Lerch, der Wirt vom Ratskeller, zapft das erste Pils des Tages und entkorkt die erste Weinflasche.

In den urigen Katakomben unter dem städtischen Rathaus haben es sich 43 Skatbrüder aus Leipzig und Umgebung am letzten Sonntag gemütlich gemacht. Sie sind dem Ruf des Spielleiters Uwe Böhm gefolgt, der bereits seit fast einem Jahrzehnt jährlich zum Preisskatturnier lädt. Ausgerichtet von den Reudnitzer Skatbuben, reisen die Gäste nicht nur aus Leipzig, sondern auch aus Eilenburg, Wurzen, Fuchshain oder sogar Freiberg an. Sie spielen streng nach der internationalen Skatordnung und den Turnierbedingungen des Deutschen Skatvereins.

Nach insgesamt vier Stunden Spielzeit stehen am frühen Nachmittag regelmäßig die Sieger fest. Dieses Mal räumte den Hauptpreis von 130 Euro Siegfried  Grieser  vom SC Eilenburg 1990 ab. Er konnte zudem den silbrig funkelnden Pokal mit nach Hause nehmen. Zweiter wurde Manfred Christoph vom SC Glück auf Freiberg, den dritten Platz belegte Michael Lipold aus Groitzsch. Angelika Amende siegte mit 1775 Punkten in der Kategorie „beste Skatdame“ – pikanterweise war sie auch die einzige weibliche Spielerin, die an den Start gegangen war. Bester Tauchaer wurde Hermann Pache mit 2336 Punkten. Er erreichte den sechsten Platz.

Sorgen macht dem Spielleiter der Altersschnitt der Sportler. „Der dürfte sich zwischen 45 und 50 Jahren liegen“, schätzt Böhm. Zwar versuche er immer wieder Jugendliche für das Turnierspiel zu gewinnen, doch ehe es zu regelmäßigem Training oder gar zu Vereinsstrukturen kommt, sei ein langer Weg zurück zulegen. Hinderlich sei auch, dass es in Taucha derzeit keinen Skatverein gibt. Derartige Bemühungen seien vor Jahren bereits gescheitert.

Dennoch gibt Böhm die Hoffnung nicht auf: „Skat ist ein Sport, bei dem Kombinationsfähigkeit und Erinnerungsvermögen geschult werden“, sagt er. Es sei der ideale Denksport für den Schulunterricht.

Auch im nächsten Jahr wird die Parthestadt Austragungsort des Preisskates sein. Nachdem die Veranstaltung in den Vorjahren im Delitzscher Bürgerhaus und der Tauchaer Mehrzweckhalle abgehalten wurden, soll der Ratskeller auch 2012 den Skatbrüdern Wettkampf- und Begegnungsstätte sein.

Benjamin Böhme

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Blick nach oben verheißt den Tauchern seit kurzem wieder, welche Stunde es geschlagen hat. Nur mit dem gewünschten Ton hapert es noch.Seit Wochen regen sich die Besucher der Altstadt darüber auf, dass im eigentlich fertig sanierten Kirchturm die Uhr fehlt.

04.04.2011

Das fehlende Geld wird vermutlich den Bau der geplanten B  87n verhindern. Das äußerte Stephan Kühn, der für die Bündnisgrünen im Bundestag sitzt, nach einer Begehung des Planungsraumes zwischen Jesewitz, Eilenburg und Taucha.

01.04.2011

Schon ein knappes Dutzend Anfragen, aber noch keine Entscheidung: Welche Geschäfte das DRK in seinen Neubau an der Leipziger Straße einziehen lässt, ist noch unklar.

01.04.2011
Anzeige