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Taucha Prinzip Hoffnung bei Turmsanierung von St. Moritz in Taucha
Region Taucha Prinzip Hoffnung bei Turmsanierung von St. Moritz in Taucha
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21:00 02.03.2010
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Taucha

Aber man habe keine Wahl, sagt Pfarrer Christian Gottfried Edelmann.   „Wir haben es durchkalkuliert. Wenn wir jetzt nicht beginnen, wird es um Tausende Euro teurer für die Gemeinde“, erklärt der Pfarrer. Hintergrund sind Fördermittel aus dem Topf für die Innenstadtsanierung, die bis spätestens zum Jahresende abgerechnet sein müssen. Wie berichtet, sollen von dort 106 000 Euro in das Vorhaben fließen, das laut Planung 358 000 Euro kosten wird. „Je später wir beginnen, umso mehr Zinsen müssen wir auf das Fördergeld bezahlen“, erläutert Edelmann. Rund 150 000 Euro Eigenanteil muss die Kirche auch so schon aufbringen, hat dafür alles Erdenkbare in die Wege geleitet. Selbst Ex-Gewandhausorganist Matthias Eisenberg spielte zugunsten der Turmsanierung, etliche Spenden sind noch avisiert. „Wenn alles jetzt zugesagte Geld fließt, dann fehlen uns noch 28 000 Euro“, erklärt Edelmann. Er ist zuversichtlich, das Geld während der Bauarbeiten in den nächsten Monaten auftreiben zu können. „Gestern Morgen hat mich beispielsweise eine alte Frau angerufen, die gar nicht zur Gemeinde gehört, aber trotzdem gerne 100 Euro für die Sanierung ihrer Stadtkirche geben will“, erzählt Edelmann. Falls das Spendensammeln langsamer laufe als die Bauarbeiten, müsse notfalls ein Kredit für die Zwischenfinanzierung eingeholt werden. Das sei immer noch günstiger für die Gemeinde, als das Fördergeld verstreichen zu lassen. Die Stadt hat das Ihre getan, die Sanierung zu ermöglichen. „Wir haben noch eine Möglichkeit gefunden, der Kirchgemeinde unter die Arme zu greifen“, sagt Bürgermeister Holger Schirmbeck. So werde die Stadt den nötigen Grunderwerb für den bereits gebauten Radweg Taucha-Plösitz vorziehen und in diesem Jahr tätigen. Weil davon auch Kirchenland betroffen ist, erhält die Gemeinde so 20 000 Euro. Bis Ende der Woche soll der Boden rund um die Kirche befestigt werden, damit ab nächster Woche ein Gerüst für die weiteren Arbeiten gestellt werden kann. Wie berichtet, hat der Turm meterlange Längsrisse, drohen Dachplatten vom Turm zu fallen.

Jörg ter Vehn

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