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Taucha Reaktionen auf Taucha-Vorstoß für B 87-Tunnel
Region Taucha Reaktionen auf Taucha-Vorstoß für B 87-Tunnel
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15:01 16.04.2018
Der alltägliche Wahnsinn: Stau auf der B 87 in Taucha. Quelle: Olaf Barth
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Taucha

Die katastrophale Verkehrssituation in Taucha auf der B 87 sorgt weiter für Diskussionen. Nach den jüngsten Äußerungen von Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP) gegenüber der LVZ, wonach die Stadt für eine Tunnellösung durch Taucha plädiert, äußerten sich jetzt die Kreisverbände von Grünen und CDU.

Für Bündnis 90/Die Grünen teilte Sprecher Malte Reupert mit, dass Nordsachsens Kreisverband für eine zweispurige B 87-Tunnel-Trasse in Taucha plädiert. „Auf Teilabschnitten kann sicher auf das schnellere und kostengünstigere Konzept eines ,gedeckelten Einschnitts’ zurückgegriffen werden. Der Betondeckel kann dann bebaut, überfahren oder bepflanzt werden“, so Reupert. Die kostengünstigere Zweispurigkeit reiche aus, da ein Tunnel bei Tempo 80 und ohne Ampeln deutlich mehr Verkehr bewältigen könne. Die Grünen fordern nun die Staatsregierung auf, umgehend eine mögliche Trassenführung zu planen und in Berlin dafür intensiv zu werben, dass der Bau in greifbare Nähe rücke. Eine schnelle Lösung sei existenziell.

B 87 durch Taucha ist Lebensader

Auch der Landkreis Nordsachsen sei Teil der Metropolregion Leipzig. Viele Nordsachsen würden in Leipzig arbeiten, viele Betriebe aus dem Landkreis in Leipzig Aufträge ausführen. „Der B 87-Abschnitt durch Taucha ist für den gesamten Landkreis eine Lebensader“, so Reupert. Neben der Gestaltung des Straßenverkehrs gelte es aber auch, durch dichtere Taktung, ein einfacheres Tarifsystem und verbesserte Bedingungen für die Fahrradmitnahme für eine höhere Attraktivität von S-Bahn und Straßenbahn zu sorgen. Auch das würde zu einer Entlastung Tauchas vom Durchgangsverkehr beitragen und die Lebensqualität erhöhen.

Gestern äußerte sich Nordsachsens CDU-Kreisverband. Die regionalen CDU-Mitglieder des Bundes- und des Landtages hätten sich intensiv für den Ausbau der B 87 eingesetzt. Daraufhin sei es gelungen, die B 87 n im Bundesverkehrswegeplan mit hoher Dringlichkeit zu verankern, teilte Kreisverbands-Pressesprecher Björn Sitte mit. Weiterhin würden die nordsächsischen Politiker den Druck für einen zügigen Ausbau der B 87 von Leipzig nach Brandenburg stetig hoch halten.

CDU will Planungsverfahren abwarten

Tauchas CDU-Stadtverbandsvorsitzende Christiane Schenderlein meinte zum Tunnelvorschlag: „Solange noch kein Planungsverfahren mit einer Variantenprüfung stattgefunden hat, halte ich es für unklug, bereits mögliche Lösungen zu präsentieren. Erst wenn alle Details auf dem Tisch liegen, kann eine vernünftige Entscheidung getroffen werden. Das kann durchaus ein Tunnel sein.“ Wichtig sei, dass ein offenes Verfahren stattfinde, die Bürger gut informiert würden und sie ihre Interessen formulieren könnten.

Eine Lösung für das „B 87-Nadelöhr Taucha“ hält auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Marian Wendt für dringend notwendig. Bei der Variantenprüfung müsse alles berücksichtigt werden, doch eine Variante ohne zusätzliche Belastung für irgendeinen Beteiligten werde es nicht geben. Wendt: „Es gilt klug abzuwägen, wo die größten Effekte bei den geringsten Beeinträchtigungen eintreten.“ Zusätzliche Belastungen müssten nach Möglichkeit kompensiert werden.

Von Olaf Barth

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