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Redi-Group steht zu Taucha

Standort-Entscheidung Redi-Group steht zu Taucha

Im April dieses Jahres ist in die lange leer stehenden Hallen der ehemaligen Agrotechnik Taucha neues Leben eingezogen. Die weltweit agierende redi-Group GmbH aus Langenfeld hatte sich an der Straße des 17. Juni angesiedelt und die Eröffnung dieser Niederlassung mit Tauchas Bürgermeister und Vertretern aus der Wirtschaft gefeiert (die LVZ berichtete).

Der leere Parkplatz bei der redi-Group in Taucha täuscht: Der größte Teil der Mitarbeiter ist bei den Kunden des Unternehmens im Einsatz

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Im April dieses Jahres ist in die lange leer stehenden Hallen der ehemaligen Agrotechnik Taucha neues Leben eingezogen. Die weltweit agierende redi-Group GmbH aus Langenfeld hatte sich an der Straße des 17. Juni angesiedelt und die Eröffnung dieser Niederlassung mit Tauchas damaligen Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) und Vertretern aus der Wirtschaft gefeiert (die LVZ berichtete).

Doch mehr als ein halbes Jahr später sieht es auf dem Parkplatz des technischen Dienstleisters mit Spezialisierung auf Qualitätsmanagement in der Automobilbranche immer noch recht leer aus. In den Hallen ist offenbar nicht viel los. Dabei hatte Geschäftsführer Reitmeyer die Schaffung von 50 Arbeitsplätzen angekündigt. „Dass auf dem Parkplatz wenige Autos zu sehen sind, hat nicht viel zu bedeuten. Denn die Mitarbeiter sind bei unseren Kunden im Einsatz, das war von uns als Dienstleister auch so angekündigt worden“, erklärte der 41-Jährige. Allerdings gesteht er ein, dass auch in den Hallen des neuen Tauchaer Qualitäts- und Logistikzentrums tatsächlich schon etwas mehr Leben hätte einziehen sollen. „Da sind wir noch nicht so vorangekommen, wie wir uns das gewünscht hätten. Aber auch hier war von vornherein klar und angekündigt, dass wir uns erst um Verträge bemühen wollen und uns einen entsprechenden Kundenkreis erarbeiten müssen“, sieht Reitmeyer keinen Grund, am Projekt zu zweifeln. Im Gegenteil: „Wir bereuen bis jetzt nichts, sind froh, dass wir uns in Taucha niedergelassen haben. Wir stehen dazu, dass das eine Investition in die Zukunft ist. Wir glauben an die Region, sie boomt und wir sind gut aufgestellt.“

Reitmeyer verweist darauf, dass gegenwärtig die Situation in der Automobilbranche aufgrund aktueller Ereignisse zum Teil auch nicht ganz einfach sei. Dennoch würden intensive Gespräch mit möglichen Kunden im Großraum Leipzig geführt. „Vielleicht können wir im ersten Quartal 2016 einige Neuigkeiten mitteilen, die unsere Zuversicht dann auch für Außenstehende verständlich werden lassen. Dann könnte das Personal weiter aufgestockt und die Position als ostdeutsches Zentrum für die Oberflächenbearbeitung gefestigt werden“, so Reitmeyer. Und in diesem Metier wolle die redi-Group bald auch Spezialisten ausbilden. Solche wären jetzt schon deutschlandweit und international gesuchte Arbeitskräfte. „Dazu sind wir mit der Agentur für Arbeit und der Wirtschaftsförderung im Gespräch. Taucha könnte in dieser Fachrichtung ein Ausbildungszentrum werden“, sagte der Geschäftsführer.

Auch Tauchas neuer Bürgermeister Tobias Meier (FDP) verfolgt die Entwicklung mit Interesse und sieht keinen Grund zum Pessimismus. In diesen Tagen hatte er das Unternehmen besucht und sich vor Ort informiert: „Über die Zukunft dieses Unternehmes an dem Standort muss man sich keine Gedanken machen, die redi-Group ist hier am Wachsen.“ Er sei froh, dass das Unternehmen in Taucha gefunden hat, wonach es lange gesucht habe: einen Hallen-Büro-Komplex mit der Nähe zu Firmen aus der Automobilbranche.

Von Olaf Barth

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