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Taucha Regenbogen an Tauchaer Schule ist nicht komplett
Region Taucha Regenbogen an Tauchaer Schule ist nicht komplett
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10:48 08.10.2010
Die Regenbogenschule ist unvollständig. Zumindest was die Farben des aufgemalten Regenbogens betrifft. Violett als die siebente Farbe wird vermisst. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Falsch, hat jetzt Peter Köckeritz aus Taucha bemerkt. „Es müssten sieben sein“, ärgert er sich über die unkorrekte Bemalung am Neubau. „Es fehlt dort auf jeden Fall die Farbe Violett“, ergänzt er. Das sei umso ärgerlicher, als es sich um eine Schule handele, deren Kinder damit von vornherein etwas Falsches vorgelebt bekämen und so auch lernen würden, findet er.

Tatsächlich besteht der Regenbogen aus den sieben Spektralfarben Rot, Orange, Gelb, Grün, Hellblau, Indigo und Violett, ist in einschlägigen Lexika nachzulesen. Schon ein bekanntes Kinderlied aus „Mimmelitt, das Stadtkaninchen“ von Reinhard Lakomy berichtet von der genauen Aufteilung der Farben. Das Lied ist „Wer den Regenbogen sieht“ benannt und hat folgende Textzeilen: „Rot, orange, gelb und grün / sind im Regenbogen drin. / Blau und indigo geht‘s weiter / auf der Regenbogenleiter. / Und dann noch das violett / sieben Farben sind komplett“. Das Internet-Lexikon Wikipedia verweist zudem auf die unterschiedliche Verwendung der Farben beim Regenbogen als Symbol. So sei der Regenbogen das Erkennungszeichen von Greenpeace (mit sieben Farben), beim Irak-Krieg 2003 sei die Regenbogenfahne mit sieben Farben und dem Aufdruck „Peace“ auch zum Symbol der italienischen Friedensbewegung geworden – inzwischen ein international verwendetes Zeichen.

Aber auch eine Version mit sechs Farben kursiert: „Heutige Homosexuelle sehen die Regenbogenfahne mit sechs Farben als Zeichen für Toleranz und sexuelle Freiheit“, heißt es bei der freien Internet-Enzyklopädie Wikipedia. In diesem Regenbogen ist allerdings Violett enthalten, was an der Tauchaer Schule ja fehlt. Köckeritz ist jetzt gespannt, ob an der Regenbogenschule die Physik gewinnt und Violett hinzugefügt wird, oder der sechsfarbige Regenbogen als künstlerische Freiheit durchgeht und den Lehrern auf Dauer das Leben schwer macht.

Jörg ter Vehn

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