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Regenbogenschule blickt auf 20 Jahre zurück und hat noch Wünsche

Regenbogenschule blickt auf 20 Jahre zurück und hat noch Wünsche

Die Regenbogen-Grundschule in Taucha feiert diese Woche fünf Tage lang ihren 20. Geburtstag. Gestartet wurde am Montag mit einem großen Hortfest. Am Freitag gibt es zum Abschluss einen Festakt, zu dem Vertreter der Stadtverwaltung, des Schulverwaltungsamtes, der IBV, der Volkssolidarität, der Freiwilligen Feuerwehr und der Elternräte sowie ehemalige Schulleiter, deren Stellvertreter und Lehrerkollegen erwartet werden.

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Zu den vielen Mitmachstationen beim großen Hortfest im Tauchschen Spielhaus gehörte auch das Seifenblasen. An anderen Tischen wurde begeistert gebacken, gebastelt oder bei Quizrunden Fragen beantwortet.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Als bei Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) die Einladung zum Festakt auf den Schreibtische flatterte, war seine erste Reaktion: "20 Jahre? Wo ist die Zeit nur hin?" Denn wie das Stadtoberhaupt erklärte, war diese Einrichtung nicht nur der erste Schulneubau in seiner ersten Amtsperiode als Bürgermeister, sondern auch "die Lösung eines Riesenproblems und ein wesentlicher Baustein für Tauchas neu zu ordnendes Schulraumsystem". Die damalige Mittelschule sei an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen, zumal auch aus der Geschwister-Scholl-Oberschule im Jahr 1992 ein Gymnasium geworden war. 1997 sei als zweiter Neubau dann die "Grundschule Am Park" hinzu gekommen. Die Schulhorte wurden in die neugebauten Grundschulen integriert und bieten bis heute eine enge Beziehung zwischen Hort und Schule. Ein Jahr zuvor war die Mehrzweckhalle eingeweiht worden, sodass Taucha für den Schulunterricht und den Schulsport beste Voraussetzungen bot.

Vielen gilt die bis heute gut ausgebaute Schullandschaft als ein Pfund, mit dem auch für den Wohnstandort Taucha gern geworben wird. Der auch aktuelle Zuzug junger Familien mit Kindern spricht für sich. Als sich diese Tendenz auch vor Jahren schon abzeichnete, wurde für die mittlerweile zu eng gewordene Regenbogenschule mit Beginn des Schuljahres 2010/11 dank eines Erweiterungsbaus wieder mehr Platz geschaffen.

Heute lernen an dieser Schule 269 Kinder in zwölf Klassen. "In unserer Schule fühlen sich die Schüler und auch die 15 Lehrer wohl", ist Schulleiterin Christa Kühn überzeugt. Unter den Kollegen herrsche ein harmonisches Miteinander, es gebe ständige Absprachen und kurze Wege und auch in der Zusammenarbeit mit den Horterziehern gebe es keinerlei Hemmnisse. "Wir haben einen facettenreichen Unterricht und nutzen dabei viele unterrichtsbegleitende Projekte sowie Wettbewerbe, wie die Ermittlung der Lese- und Mathekönige, den Talente-Wettstreit Musik, Medien- oder Zirkusprojekte sowie Sporttage", zählte Kühn Beispiele auf. 2005 war sie als Stellvertreterin an die Schule gekommen und ist seit 2012 deren Leiterin. "Es gab auch vor meiner Zeit nie Stillstand an der Schule", blickte sie zurück und sagte: "Da war der Erweiterungsbau, wir bekamen ein Computer-Kabinett oder konnten unsere Schulbibliothek einrichten. Und durch eigene Fortbildungsmaßnahmen hielten und halten wir uns für die ständig wachsenden neuen Anforderungen auf dem Laufenden." Dennoch bringe die Zeit weitere Wünsche mit sich. "Träume darf man ja haben", formulierte Kühn vorsichtig, "Interaktive Schultafeln für eine zeitgemäße Unterrichtsgestaltung wären schon schön."

Im Schulhort "Tauchsches Spielhaus", der sich in Trägerschaft der Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental befindet, können 175 Kinder vor und nach dem Unterricht von zwölf Erzieherinnen betreut werden. "Allerdings reichen vier Räume für den Hort bei weitem nicht aus, sodass auch Klassenräume genutzt werden müssen, was vor allem bei offenen Unterrichtsformen eine Menge an Zugeständnissen und Kompromissen erfordert. Bildungs- und Erziehungspläne sind so schwer umzusetzen", sind sich Hortleiterin Ina Weise und Schulleiterin Kühn einig. Zum Glück können Lehrer und Erzieher konstruktiv mit diesem Problem umgehen, eine Lösung auf Dauer sei das aber nicht.

Das trübt aber die Vorfreude auf den bevorstehenden Festakt zum 20-jährigen Geburtstag der Regenbogen-Grundschule samt Hort nicht. Denn beim Herbstfest mit verschiedenen Kreativ-Stationen waren die Kinder am Montag mit Begeisterung bei der Sache. Es gab Spiel- und Quizrunden, einfache, aber verblüffende Versuche mit verschiedenen Materialien, es konnten Lesezeichen gebastelt und unter Anleitung von Werklehrer Eckhard Meier Gewürz- und Sandbilder angefertigt werden. Auch Laubsägearbeiten waren, hauptsächlich für Jungen, vorbereitet worden, was Bryan Grodowzyk, Phillip Seiffert und Tim Klinge allerdings nicht davon abhielt, beim Backen mit Salzteig mitzumachen. "Aber vorher Hände waschen!", mahnte Hortleiterin Weise schmunzelnd. Sie kommt von der Grundschule Borsdorf, ist seit zwei Jahren Hortleiterin und lobt die hervorragende Unterstützung ihrer Arbeit durch den Elternrat und engagierte Eltern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.11.2014
Reinhard Rädler

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