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Taucha Regionalplaner gegen B87n durch Parthenaue
Region Taucha Regionalplaner gegen B87n durch Parthenaue
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21:00 22.02.2010
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Taucha

Die Beschlussvorlage der Fachplaner liegt seit einigen Tagen den Verbandsräten vor. Sie werden am 4. März ab 15 Uhr im Planungsausschuss im Naunhofer Rathaus zunächst über die Einwände der Kommunen und anderer Träger öffentlicher Belange reden und eine Empfehlung erarbeiten. Am 24. April ab 13.30 Uhr befasst sich dann erneut der Planungsausschuss mit der Frage, wie für eine neue Bundesstraße 87 der bestehende Regionalplan fortgeschrieben werden muss, bevor ab 15 Uhr in der Bautzener Straße in Leipzig der Verband dazu öffentlich berät und beschließt. Die Teilfortschreibung in dem Bereich mit Vorschlägen für eine neue derart große, vierspurige Straße ist Bedingung, um dort überhaupt die B87n bauen zu können. Offiziell äußert sich beim Planungsverband niemand zu dem Beschlussvorschlag. Schließlich sei es „nur“ die fachliche Meinung der Regionalen Planungsstelle. Entscheiden würden letztlich die Verbandsräte, hieß es. Das Gremium ist besetzt mit Vertretern der Stadt Leipzig sowie der Landkreise Nordsachsen und Leipzig. Der Leiter der Planungsstelle, Andreas Berkner, hatte bereits in Bürgerforen die kritische Haltung des Verbandes gezeigt und von „nötigen Änderungen“ beim favorisierten Trassenverlauf gesprochen. Vor allem die Querung der Parthenaue sei hochkritisch, so Berkner damals. Er gilt als Koryphäe der Raumplanung, hat schon die divergierenden Interessen von Bergbau, Umweltschützern und Kommunen im Südraum Leipzig unter einen Hut gebracht. Berkner äußerte sich gestern nicht. Die Fachplaner halten nach LVZ-Informationen vor allem eine Trasse nördlich an Taucha vorbei entlang der Staatsstraße 4 – die so genannte S-4-Variante – für raumplanerisch sinnvoll und halbwegs umweltverträglich. Deutlich abgeschlagen auf Rang zwei folgt der Vorschlag, falls nötig für den Bereich einer Parthenquerung doch die vorhandene Trasse der neu gebauten B6 zwischen Panitzsch und Borsdorf zu nutzen. Der Borsdorfer Bürgermeister Ludwig Martin erklärte, der Beschlussvorschlag sei „im Sinne der Gemeinde Borsdorf“. Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck sagte, die Suche nach einer Nordtrasse halte er für klug. Sie decke sich grundsätzlich mit den Forderungen der Stadt. Dirk Werner, der Vorsitzende der Bürgerinitiative „Alternative B87“, befürwortete ebenfalls eine Trasse großräumig nördlich an Taucha vorbei. Gleichwohl sei mit dem Beschlussvorschlag noch keine Entscheidung gefallen. Er forderte alle Betroffenen auf, an den Sitzungen des Planungsverbandes teilzunehmen. Die Bürger sollten miterleben, wie mit ihren Einwänden umgegangen wird.

Jörg ter Vehn

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