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Richtig getrötet ist halb gewonnen

Richtig getrötet ist halb gewonnen

Es war 10 Uhr morgens, als die ersten Vuvuzela-Klänge aus dem Café Esprit ertönten. Fußgänger drehten sich verwundert um. Schließlich blieben ja noch sechs Stunden bis zum Deutschlandspiel.

Taucha. Damit jedoch die Fans zum Anpfiff des Viertelfinals das Blasinstrument richtig bedienen können, hatte der Kunst- und Kulturverein Taucha zum Workshop der besonderen Art geladen: Vereinsmitglied und Solo-Posaunist des MDR Sinfonieorchesters Eckart Wiegräbe verriet eine Stunde lang Tipps und Tricks rund um die Vuvuzela.

Ursprünglich vom Kudu-Horn der Antilope abstammend, hat das Symbol des südafrikanischen Fußballs vor allem in den letzten drei Wochen an Bedeutung zugenommen. Darauf zu spielen aber will gelernt sein. Und genau aus diesem Grund nahm sich Wiegräbe, selbst ein großer Fußballfan, der ungeübten Ball-Liebhabern an.

Auf der Naturtrompete wären nur drei bis vier Naturtöne möglich, erklärte der 45-Jährige den Teilnehmern. Aber mit diesen drei Tönen könnte man auch kleine Liedchen spielen. „Und falls Deutschland ins Finale kommt, werden wir ein eigenes Stück komponieren“, scherzte Wiegräbe.

Atemübungen, hecheln, Pferdestall-Prusten und Lippensummen waren die ersten Schritte zum guten Klang. Aber zunächst alles ohne Instrument, dann normal prusten und die Vuvuzela an- und absetzen.

„Die Wangen müssen drin bleiben“, erklärte der 45-Jährige. Birgit Schwurack musste sofort lachen und das Instrument absetzten – so funktionierte das natürlich nicht. Man sollte hier auf angelegte und nicht aufgeblasene Wangen achten. Das klang sehr einfach, stellte sich aber als wesentlich schwieriger heraus. Und während Wiegräbe Stücke von Brahms oder den Bolero blies, waren Schwurack und Katrin Stephan völlig aus der Puste.

Gerne möchten die beiden Frauen ihre Fußballelf rhythmisch begleiten – Stephan für Deutschland und Schwurack für Argentinien. Es kam zu einer Schlacht der Vuvuzelas, der Schwurack leider unterlag. Und Stephan freute sich. Es blieben der jungen Frau drei weitere Tage, um kräftig zu üben. Vielleicht wird sie „ihren“ Jungs im Halbfinale mit einer eigenen kleinen Melodie tatkräftig zur Seite zu stehen.

Karoline Maria Keybe

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