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Taucha Riesendach liefert künftig Strom für 80 Haushalte
Region Taucha Riesendach liefert künftig Strom für 80 Haushalte
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21:00 14.05.2010
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Taucha

Sie soll künftig soviel Strom liefern, wie 80 mittlere Haushalten in Europa benötigen.

Bauleiter  Mathias Ortmann ist derzeit mit einem Dutzend Leute auf dem  silbrig-glänzenden Dach zugange, um die Vorbereitungen zu treffen.  „Rund 10?000 Befestigungspunkte müssen montiert, anschließend die Trageschienen angeschraubt werden“, sagt er. Bei dem  durchschnittlich 24 Meter breiten, dafür aber 220 Meter langen Dach ein Zeit aufwändiges Verfahren. „Mehr als 6000 Module sollen hier schließlich aufs Dach“, erzählt der Mann der Spezialfirma aus Rheinland-Pfalz. „Am 30. Juli ist die Fertigstellung geplant.“

Insgesamt würden knapp 5000 Quadratmeter Dach von den Solarmodulen bedeckt, erzählt Franz Rösl.  Flächenbündig,  fast wie eine zweite Haut, werde das Dach mit den Dünnschichtmodulen belegt. Er geht von einem Stromertrag von rund 400 Megawattstunden pro Jahr aus, in 20 Jahren seien das dann insgesamt  7,8 Gigawattstunden.

Deutlich mehr als eine Million Euro investiert das Unternehmen in die saubere Energieerzeugung. Die passiert quasi nebenbei: Denn das Dach, unter  dem sich Werkstätten, eine Spedition und ein Schuh-Zentrallager befinden, sei sowieso vorhanden, erläutert Rösl.  Für die Solarnutzung müssten also auch keine neuen wertvollen Flächen versiegelt werden.

Die Idee sei schon vor zwei Jahren geboren worden, als das Dach saniert wurde. Dabei waren Platten verwendet worden, die ohne Schrauben montiert werden – und ein ebene Fläche ermöglichen, die ohne störende Absätze, Ecken oder Kanten belegt werden kann. „In bester Südwestausrichtung“, freut sich Rösl zudem.

Für ihn bedeutet die Solarenergie auf dem Rösl-Dach mehr als nur ein Geschäft. Durch das Erneuerbare Energien Gesetz sei zwar die Anschaffung attraktiv, „aber das Projekt ist eher ein Baustein, um unser Engagement auch ökologisch abzurunden“, erzählt der Familienvater. Schließlich sei die Firma Rösl im Rohstoff-Abbau in Taucha tätig. Wie berichtet, verkauft Rösl seine Tone vorwiegend für die Fliesen-Produktion. Wegen der guten Qualität werde selbst bis nach Italien geliefert, hieß es im vorigen Jahr beim Firmenbesuch von Ministerpräsident Stanislaw Tillich. „Da wollen wir auch etwas zurückgeben“, sagt Rösl. Immerhin könnten durch die Solaranlage zirka 200 Tonnen CO² im Jahr für die Energieerzeugung gespart werden. Die Firma Rösl sei langfristig aufgestellt und bemüht, eine möglichst große Akzeptanz in der Region zu haben. „Die Solarenergie ist da ein bisschen der Gegenpol zu unserem Rohstoff-Abbau“, meint er.

Jörg ter Vehn

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