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Rocknacht auf Tauchas Schlosshof mit Tobias Künzel

Party am 16. Juli Rocknacht auf Tauchas Schlosshof mit Tobias Künzel

Vor der 15. Rocknacht auf dem Rittergutsschloss Taucha mit Ingo Paul von den „Four Roses“ und Tobias Künzel von der Londoner Band „Ruff As Stone“. Bass-Gitarrist Paul gehört zu den Initiatoren und Organisatoren des Spektakels, Künzel kennt er aus gemeinsamen Pönitzer Zeiten.

Ingo Paul (links) mit den „Four Rouses“ und Tobias Künzel mit seiner Londoner Band „Ruff As Stone“ wollen am 16. Juli den Hof beben lassen.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. In diesem Jahr gibt es auf dem Rittergutsschloss Taucha die bereits 15. Rocknacht. Zu den Initiatoren, Teilnehmern und meist auch Organisatoren gehören von Anfang an die Rocker der Leipziger Coverband „Four Roses“, die gleichzeitig ihr 15. Bandjubiläum feiern. Der Bass-Gitarrist und Ex-Pönitzer Ingo Paul blickt zurück und voraus. Und mit Tobias Künzel schwärmt ein weiterer Musiker aus dem Ortsteil vom „Rockmusik-Pflaster“ Taucha. Mit seiner Londoner Band „Ruff As Stone“ steht der als Prinzen-Sänger bekannt gewordene Pönitzer diesmal selbst mit auf der Bühne.

Wie kam es eigentlich zur ersten Rocknacht?

Ingo Paul: Bei einem Winterspaziergang vor 16 Jahren führte mich der Weg zum Schlossberg. Das Tor stand offen, neugierig schaute ich mal rein und war vom Areal begeistert.

Warum?

Ingo Paul: Ich dachte mir gleich, dass es hier eine tolle Akustik gibt. Der damalige Schlossvereinschef Dieter Nadolski und Tauchas Bauamtschefin Barbara Stein unterstützten von Anfang an die Idee für ein Sommer-Open-Air. Das erste Konzert war dann sogar von Bürgermeister und Landrat mit eröffnet worden.

Dann wurde es ein Selbstläufer?

Ingo Paul: Zwischendurch gab es mal eine kleine Delle, da hatte sich kurzzeitig organisatorisch etwas geändert. Ansonsten können wir wirklich auf viele Höhepunkte wie zum Beispiel die Konzerte mit „Renft“, „Cäsar und die Spieler“, mit einer tschechischen Rammstein-Coverband, den „Starfuckers“, das Orchester „Feelmen“ aus Leipzig oder voriges Jahr mit „Modern Earl“ aus den USA und vielen anderen zurückblicken. Wir sind allen sehr dankbar, die uns in den 15 Jahren unterstützt haben.

Tobias Künzel: Diese Entwicklung verwundert nicht. Taucha war schon immer ein heißes und gutes Pflaster für Rockmusik und ein Pool für gute Musiker.

Inwiefern?

Tobias Künzel: Das ging schon in den 60er-Jahren los mit Gruppen wie „Gruppe 69“ oder „Automobil“, wo später ja Nina Hagen mitsang. In der Stadthalle (da steht jetzt die Grundschule Am Park / Anm. d. Red.) wurde live gespielt und gerockt. Da hatte mich schon immer Lutz, mein großer Bruder, mit hingenommen. Als ich dann später mit „Amor und die Kids“ selbst dort auftreten durfte, war klar, jetzt haben wir es geschafft, jetzt ist Schluss, was soll noch kommen ... (lacht)

Ingo Paul: Das stimmt, in die Stadthalle sind wir immer zum Feiern gefahren, da gab es spektakuläre Erlebnisse.

Die gemeinsamen musikalischen Wurzeln in Taucha verbinden?

Ingo Paul: Ich bin in Seehausen aufgewachsen, aber auch da sind wir schon immer zum Baden nach Taucha oder eben in die Stadthalle gefahren. Später wohnte ich selbst etliche Jahre in Pönitz.

Tobias Künzel: Ist schon kurios, unsere Töchter sind zusammen in den Kindergarten gegangen, wir waren gemeinsam im weitläufigen Pönitz unterwegs.

Inzwischen wohnen Sie nicht nur in Pönitz, sondern auch in Englands Hauptstadt und stehen dieses Jahr mit Ihrer Londoner Band „Ruff As Stone“ erstmals mit auf der Bühne im Schlosshof. Wie kam’s?

Tobias Künzel: Das hatten wir uns vor zwei Jahren mal ausgemacht, als ich bei der Rocknacht zum Zuhören war. Wir machen gern Musik, spielen live auf Festivals oder in Clubs. In Taucha gefällt mir die familiäre Atmosphäre, es kommen tolle, auch internationale Bands, und man trifft hier immer mal wieder die verschiedensten Leute und alte Bekannte.

Ingo Paul: Es kommt seit Jahren ein generationenübergreifendes Publikum im Alter von rund 20 bis 70 Jahren. Es ist eine wahre Freude zu sehen, dass auch viele junge Leute noch auf Mucke stehen.

Diesmal steht ein „guter Bekannter“ bei „Ruff As Stone“ direkt mit auf der Bühne.

Tobias Künzel: Bei meinem Bruder Lutz und meiner Nichte Laura war gerade die Geschichte mit „The Flaming Rocks“ in eine Pause getreten und wir suchten einen Gitarristen, da hatte es sich gefügt. Lutz war ja mit den Flaming Rocks schon mal bei der Rocknacht dabei, jetzt stehen wir hier erstmals zusammen auf der Bühne. Dazu kommen unser Sänger Austin Howard und Bassist Rob Tree.

In welcher Musikrichtung sind die „ungeschliffenen Steine“ unterwegs?

Tobias Künzel: Hardrock mit Soul, Psychedelic. Wir holen die gute Rockmusik der frühen 70er-Jahre ins heutige Jahrtausend. Und wir spielen viele eigene Songs, das ist wichtig in England. In Deutschland bauen wir einige Cover-Versionen mit ein, hier mögen es die Leute, wenn auch Songs kommen, die sie kennen. Und wenn Cover-Songs mit so viel Herz und Identifikation mit den Werken wie bei den „Rosen“ geboten werden, ist klar, dass da die Leute toben.

Auf wen dürfen sich die Rockfans noch freuen?

Ingo Paul: Mit der einst in Schkeuditz gegründeten und jetzigen Leipziger Band „The Scuttles“ kommt eine der wenigen Gruppen, die sich ausschließlich der Musik von „The Dire Straits“ und von Mark Knopfler widmen, und das in einer äußerst professionellen, leidenschaftlichen und überzeugenden Art. Wir „Rosen“ sind natürlich wieder mit im Boot und als Moderatorin die Leipzigerin Ute Schlossarek. Und dann gibt es noch eine Überraschung.

Aber jetzt keine Geheimnisse bitte!

Ingo Paul: Also gut. Zur Eröffnung wird der Spielmannszug Taucha auftreten. Die haben auch recht flotte Titel im Repertoire.

Tobias Künzel: Coole Idee, das gibt es doch in Wacken auch, wo immer die Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr das Heavy-Metal-Festival einläutet. Das könnte in Taucha mit dem Spielmannszug doch auch eine Tradition werden.

Interview: Olaf Barth

www.rocknacht-taucha.de

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