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Taucha Röthaer Modellbahn-Anlage steht nun in Taucha
Region Taucha Röthaer Modellbahn-Anlage steht nun in Taucha
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09:39 31.03.2017
Der Röthaer Stefan Kreißler (rechts) weiß seine Modellbahnanlage nun in den guten Händen der IG Modellbahnfreunde mit deren Chef Roberto Mario Haufe. Quelle: Foto: Reinhard Rädler
Taucha

Die Modellbahnanlage von Stefan Kreißler aus Rötha ist angekommen und das in zweifacher Hinsicht: Zum einen hat sie am 25. März die 35 Kilometer beim Umzug von Rötha nach Taucha gut überstanden und zum anderen ist die bei der hiesigen Interessengemeinschaft (IG) Modellbahnfreunde auch wieder in guten Händen von Gleichgesinnten.

Zur Vorgeschichte: Kreißlers private Modellbahn, Spurweite H0, stand seit 2005 in einem angemieteten Raum in der Röthaer Grundschule. Als zum Jahresende der Mietvertrag wegen Eigenbedarfs gekündigt wurde, war guter Rat teuer. Zuhause war kein Platz und ein anderer Raum war für die neun mal fünf Meter große Anlage nicht aufzutreiben. Da erfuhr der Modellbahnbau-Alleinkämpfer im Februar über einen LVZ-Bericht von der Existenz der Modellbahnfreunde in der Parthestadt.

Der Kontakt war schnell hergestellt. Beim umtriebigen Tauchaer IG-Chef, Roberto Mario Haufe, fand er ein offenes Ohr für sein Problem. Die Zusage, dass die Platte nach Taucha geholt und wieder aufgestellt wird, ließ nicht lange auf sich warten. „Ich habe mir sehnlichst gewünscht, dass meine Anlage so wie sie ist erhalten bleibt Sie wäre sonst im Sperrmüll gelandet“, zeigte sich Kreißler erleichtert. Immerhin hat er mehr als zehn Jahre daran gebastelt, etwa 150 Meter Gleise verlegt und Eisenbahn-Landschaften der Spreewald- sowie der Windbergbahn bei Freital nachgestaltet.

Da der IG-Chef eine eigene Messebaufirma betreibt und auch andere IG-Mitglieder Beziehungen zu Hebe- und Transporttechnik hatten, konnte der Transport letzten Sonnabend, trotz Buchmessestress bei Haufe, logistisch abgesichert werden. Zuvor war die Anlage an drei Abenden fachgerecht in acht einigermaßen transportfähige Segmente zerlegt und am Umzugstag dann durch Fenster und Treppenhäuser auf den Lkw bugsiert worden. Gegen Mittag ging die Fuhre dann Richtung Taucha. „Ich war baff, als ich am Abend in den Vereinsräumen vorbei schaute. Da war die Anlage fast schon wieder aufgebaut und nichts war kaputt gegangen“, war Kreißler voll des Lobes und Dankes.

„Wir Modellbahnfreunde sind alle etwas verrückt, sonst hätten wir das nicht gemacht. Es war aber sofort unser Bestreben, dieses Lebenswerk zu retten und zu erhalten“, so der IG-Chef. In den Vereinsräumen in den Wyn-Passagen wurde Platz gefunden. Es musste nur wenig umgeräumt werden. „Nun müssen nur noch die etwa 400 Kabelverbindungen, die wir vorher hoffentlich auch ordentlich markiert haben, wieder zusammengeführt werden, denn zu unserer Oster-Ausstellung sollen dann auch auf dieser Anlage wieder Züge rollen“, zählte Haufe die letzten Handgriffe auf. Bis Ostern soll auch die Landschaft noch etwas „aufgehübscht“ werden und einige Probeläufe mit dem „rollenden Material“ der IG müsse es auch noch geben, denn die digitalen Loks müssen mit der analogen Anlage aus Rötha zurechtkommen. „Aber das wird“, zeigten sich auch die IG-Mitglieder Marcel Christophori und Gerd Kühn optimistisch. Interessierte Mitstreiter seien übrigens immer gerne gesehen.

Hin und wieder will auch der 62-jährige Röthaer in Taucha vorbeischauen. Vielleicht schon zu Ostern, wenn vom 14. bis 16. April, jeweils von 10 bis 17 Uhr, in den Vereinsräumen in der Dewitzer Straße 77 (Wyn-Passagen) die Osterausstellung stattfindet. Es gibt Modelleisenbahnanlagen verschiedener Spurweiten zu sehen und auf die Kinder wartet umfangreiches Bastelmaterial. Am Ostersonntag gibt es um 10.30 Uhr ein großes Ostereier-Suchen.

Von Reinhard Rädler

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