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Taucha Rohbau für Gymnasium-Anbau ist fertig
Region Taucha Rohbau für Gymnasium-Anbau ist fertig
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00:23 06.07.2018
Stoßen auf den Gymnasiumbau an: Landrat Kai Emanuel, Landesamtspräsident Ralf Berger, Schulleiterin Kristina Danz und Bürgermeister Tobias Meier (von links). Quelle: Foto: Olaf Barth
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Taucha

„Während andernorts erst noch der Bedarf ermittelt wird, haben wir bereits gehandelt und bauen“, sagte Nordsachsens Landrat Kai Emanuel (parteilos) mit Blick auf den großen Nachbarn Leipzig nicht ohne Stolz. Allerdings gab er auch zu, dass Schulleiterin Kristina Danz schon lange für eine räumliche Vergrößerung ihres Gymnasiums gekämpft hat, ehe sich schließlich die Möglichkeit für einen Anbau am Haus II gegenüber der St. Moritz-Kirche ergab. „Umso dankbarer sind wir den Geldgebern von Bund, Land und Kommunen, die diese notwendige Investition in die Schulinfrastruktur möglich machen“, betonte der Landrat und erwähnte zugleich, dass dieses Richtfest für ihn ein Novum darstelle: „Erstmals feiern wir hier die Fertigstellung eines Rohbaus, ohne dass der Fördermittelbescheid dafür vorliegt. Wir hoffen natürlich, dass er kommt.“

Rohbau ist bereits abgenommen

Dass die Fördergelder aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“ fließen, scheint allerdings nur noch eine Formsache zu sein. Denn der „fördermittelunschädliche“ vorzeitige Baubeginn war abgesprochen und genehmigt worden. Knapp drei Millionen Euro kostet das Gebäude samt Ausstattung. Fast 800 000 Euro wurden bisher verbaut. Rund 2,2 Millionen Euro fließen als Fördermittel, die restlichen rund 740 000 Euro teilen sich je zur Hälfte der Landkreis Nordsachsen als Schulträger sowie die Stadt Taucha.

Nach dem langen Winter wurde der Zeitplan für den Bau noch einmal angepasst. Bisher sei man im Plan, sagte Ines Mehnert. Die 55-Jährige ist im Landratsamt die Baukoordinatorin und führte die Besucher, darunter Politiker sowie Vertreter von Firmen und Institutionen durch das Gebäude. Bis zu dessen Inbetriebnahme im März 2019 müssen nun noch Fensterbauer, Dachdecker, Klempner, Heizungsmonteure, Elektriker, Trockenbauer und Fußbodenleger ihre Arbeiten verrichten. Für den Rohbau, der von der Mockrehnaer Firma Lippe Bau GmbH ausgeführt wurde, hat es bereits eine Abnahme gegeben.

Platz am Parthebrunnen wird Schulhof

300 Schüler werden nach Fertigstellung am Rudolf-Winkelmann-Platz lernen können. Und sie werden ihre Pausen auf einem neu angelegten Schulhof rund um den Parthebrunnen verbringen dürfen. Insgesamt hat das Geschwister-Scholl-Gymnasium fast 800 Schüler. Für sie und die Lehrer verbessern sich mit dem Erweiterungsbau die Lern- und Arbeitsbedingungen.

Dafür dankte Schulleiterin Kristina Danz nicht nur den Partnern im Landratsamt, in der Stadtverwaltung und im Landesamt für Schule und Bildung, sondern auch allen beteiligten Ingenieuren und Bauarbeitern, denen sie vor allem ein weiteres unfallfreies Verrichten der Arbeiten wünschte. Die 64-Jährige könnte schon im Ruhestand sein, hat aber noch ein weiteres Jahr drangehängt. „Ich möchte den Bau noch mit zu Ende bringen“, sagte sie.

Von Olaf Barth

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