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Roland Gasch kandidiert für die Bürgermeister-Wahl

Roland Gasch kandidiert für die Bürgermeister-Wahl

Für die am 7. Juni stattfindende Bürgermeisterwahl in Taucha hat sich nun ein dritter Kandidat angemeldet. Bisher hatten der von einem Wahlbündnis aus SPD, Linken, Grünen und FDP ins Rennen geschickte FDP-Stadtrat Tobias Meier sowie für die CDU Nordsachsens Umweltamtsleiterin und ehemalige langjährige CDU-Stadträtin Antje Brumm ihre Kandidatur bekannt gegeben.

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Roland Gasch

Taucha. Jetzt will auch Stadtrat Roland Gasch (Bündnis 90/Die Grünen) Bürgermeister werden. Der 44-Jährige verlässt damit als Chef der Stadtratsfraktion FDP/Grüne das Wahlbündnis für Meier und kandidiert somit auch gegen den von seiner eigenen Partei unterstützten Kandidaten. "Ich trete nicht als Grüner, sondern als Einzelkandidat an. Mit bisher nur zwei Kandidaten haben die Parteien den Tauchaer Bürgern die Entscheidungsfreiheit eingeengt. Dem möchte ich als von einer Partei unabhängiger Einzelkandidat begegnen und brauche dafür die Unterstützung von 80 wahlberechtigten Tauchaern", teilte Gasch auf LVZ-Nachfrage mit. Die Unterstützungsunterschriften können bis zum 11. Mai im Tauchaer Rathaus geleistet werden. Als Kernthemen für seine Kandidatur nennt Gasch die frühzeitige Beteiligung der Bürger an Planungsprozessen und deren stärkere Transparenz, die Stärkung direkter Demokratie zum Beispiel durch Verbesserung der kommunalen Bürgerentscheide sowie die zügige Anbindung aller Tauchaer Ortsteile an das Breitband-Internet.

 Gaschs Fraktionskollege Meier sieht die neue Konstellation entspannt: "Es ist sein gutes demokratisches Recht, zu kandidieren. Mehr möchte ich dazu nicht sagen." Die Grünen selbst werden da schon deutlicher. "Die Kandidatur kam überraschend und ist für uns völlig unverständlich. Wir können das nicht gut heißen, weil es keinen Sinn macht, sich erst auf ein Bündnis links der CDU zu verständigen und dann aus heiterem Himmel selbst zu kandidieren", sagte Oliver Gossel vom Grünen-Kreisvorstand.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.05.2015
Olaf Barth

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