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Rotbuche am Festplatz muss gefällt werden

Rotbuche am Festplatz muss gefällt werden

Taucha und die Bäume – eine nicht enden wollende Geschichte. Wie der emeritierte Baumexperte der Stadt, Klaus Kämpfe, jüngst bekannt gab, müsse im kommenden Jahr die Rotbuche auf dem Festplatz gefällt werden.

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Auch die Rotbuche auf dem Tauchaer Festplatz muss wohl im kommenden Jahr wegen Pilzbefalls weichen.

Quelle: Alexander Bley

Taucha. „Das ist jammerschade, aber spätestens 2012 muss sie weg“, sagte Kämpfe. Ein Riesenporling hat den Wurzelhals des äußerst stattlichen Baumes befallen. „Dieser ist nicht sichtbar, da können keine Zugeständnisse gemacht werden“, erklärte der Experte.

In wenigen Tagen will Kämpfe die Ergebnisse seiner Bestandsaufnahme namens „Schöppenteich II“ an die Stadtverwaltung übergeben. In dieser Untersuchung befasst er sich mit dem Baumbestand zwischen Auenweg und Parthe. Spaziergängern dürften seit längerem die unzähligen Markierungen an den dünnstämmigen Bäumen aufgefallen sein. Und die scheinen nichts Gutes zu bedeuten. „Mindestens 70 Prozent sind Naturansiedlungen“, sagte er, „das Stück ist außerordentlich dicht bewachsen.“ Die Dünnstämmigkeit erklärt der Experte mit dem Streben nach Licht. „Die Kappung der Birken steht außer Diskussion. Ein Großteil wird weichen müssen“, kündigte er an.

Altbäume wie Eschenahorn und Silberahorn seien in der Pflege extrem vernachlässigt worden und völlig außer Form geraten. Sein Vorschlag sei, das Gros der Bäume neu zu pflanzen. Gegen einen Eingriff sprach sich Heiko Thonig, Vorsitzender der Nabu-Regionalgruppe Partheland, aus und fragte: „Wenn das kein Parkgelände ist, muss ich da eingreifen und das Auen-Kleinod kaputt machen?“ Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) versprach, mit Bedacht an die Sache zu gehen.

Gleiches sollten die Eigentümer der noch zu bebauenden Parzellen in der Manteuffel bedenken. „Es wäre schön, wenn ein goldener Kompromiss gefunden wird“, hoffte Gundula Müller bei der Veranstaltung im Rathaus. Anwohner befürchten, wenn die Stadtvillen gebaut werden, dass die Bäume vor den Wohnblöcken, die einen natürlichen Sichtschutz bieten, fallen. „Wir haben den Bebauungsplan mit einem Hinweis zum Erhalt versehen“, beruhigte Bauamtschefin Barbara Stein. Ebenso würden die neuen Eigentümer wohl wenig Interesse haben, sich auf den Präsentierteller zu setzen.

Wenig Mut machte Stein bei einer weiteren Anfrage: In naher Zukunft werde sich in der Friedrich-Engels-Straße zwischen Manteuffelstraße und Robert-Blum-Straße nicht viel ändern. Die Büsche, die ursprünglich als Übergangslösung gepflanzt wurden, blieben stehen.

Alexander Bley

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