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Taucha Rotierende Meißel fräsen alten Belag ab
Region Taucha Rotierende Meißel fräsen alten Belag ab
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10:00 12.07.2011
Hightech: In Schrittgeschwindigkeit fräst die Maschine die alte Deckschicht der B87-Fahrbahn mitten in Taucha ab. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Der Belag wird erneuert. Bis Ende nächster Woche müssen Autofahrer Richtung Leipzig daher Umleitungen in Kauf nehmen.

„Vielleicht geht‘s auch etwas schneller“, meinte Polier Rainer Kotte und schaute hoffnungsvoll auf das relativ kurze Stück Straße. Schließlich war bis gestern Mittag der Großteil der alten Decke bereits abgefräst und auf einem Lastwagen abtransportiert worden.

Dafür brauche der Asphalt nicht mehr wie früher vorgeheizt und aufgeweicht zu werden, erklärte Baumaschinenfahrer Michael Forner. Eine schnell drehende Walze, besetzt mit insgesamt 123 Meißeln, deren Spitzen aus Hartmetall sich gleichzeitig in zwei Richtungen drehen, fräse die obere Deckschicht ab, berichtete er.

„Wie könnten bis zu 30 Zentimeter tief abfräsen“, so Forner. Ihr Auftrag laute aber, nur die obere, vier Zentimeter starke Deckschicht abzutragen, erläuterte Kotte. Viel mehr wäre auch kaum möglich gewesen: An manchen Stellen trat auch so schon der Unterbau der Straße zu Tage: Kopfsteinpflaster.

Mit Schrittgeschwindigkeit säbelten Forner und seine Maschine den Asphalt ab, immer 120 Zentimeter breite Streifen, dann wurde zurückgesetzt. „Es geht auch noch schneller, aber dann ist das Fräsbild schlechter“, erzählte er. Polier Kotte lief derweil vorneweg und markierte mit einer Farbspraydose die Stellen, an denen Forner die Walze mit den Meißeln anzuheben hatte: Gullideckel, Hydrantenabdeckungen und Kanaleinläufe blieben ausgespart.

Die Kabel für die Ampelschaltung hingegen, die ohnehin schon fast blank lagen, durfte Forner zerfetzen. „Die kommen sowieso neu“, meinte Kotte. Alle Einbauteile auf der Straße würden erneuert, sagte er. Daher dauere der Bau eben seine Zeit.

Das Landratsamt hatte die Maßnahme begründet mit der schadhaften Deckschicht. Anlieger konnten das kaum verstehen – schließlich gibt es in Taucha Straßen mit weitaus mehr Löchern. Die sind es aber weniger, die das Amt zur Reparatur trieb. Die Deckschicht ist insgesamt marode. „An den vielen Netzrissen kann man die Schäden erkennen“, erläuterte Polier Kotte. Da sei der Zusammenhalt bei der Schwarzdecke nicht mehr gegeben. „Beim nächsten Winter wäre das Material so herausgebröselt.“

Auf der Umleitungsstrecke über Graßdorfer Straße, Bahnübergang und durch die Mathias-Erzberger-Straße kam es erwartungsgemäß zu Behinderungen. Die Maßnahme ist anberaumt bis Ende nächster Woche – der Kreis bittet Autofahrer und Anlieger solange um Verständnis.

Jörg ter Vehn

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