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Taucha Sagenhaftes Taucha: Helmprobe auf der Wache
Region Taucha Sagenhaftes Taucha: Helmprobe auf der Wache
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21:00 04.05.2011
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Taucha

Wolfgang Wagner und seine Frau Ingrid nahmen die Regenbogenschüler in Empfang. „Ich bin seit 52 Jahren bei der Feuerwehr, 35 Jahre davon aktiv“, erzählte er. Seine Frau bringt es auf 40 Jahre Mitgliedschaft in der Wehr. Beide sind in der Ehren- und Altersabteilung, die meist die Führungen durch die Wache mit Kindern durchführt.

So erklärte Wagner den Kindern den Weg der Kameraden vom Alarm, die Ankunft in der Wache, das Umziehen bis zum Aufsitzen und Ausrücken mit dem Fahrzeug. „Bei einem Brand in Taucha selbst sind wir meist schon in fünf Minuten zur Stelle“, meinte der Altgediente. Tagsüber sei es wie überall schwieriger, weil nicht alle Kameraden in Taucha arbeiten würden.

Neugierig stiefelten die Kinder, die in ihrer AG ihrem Wohnort auf den Grund gehen sollen, durch die Räume, probierten wie der kleine Simon einen Feuerwehrhelm auf, nahmen im Löschfahrzeug Platz, bestiegen die Drehleiter und fragten Wagner Löcher in den Bauch. „Warum ist eigentlich die Feuerwehr rot?“, wollte eine der drei Marleens aus der AG wissen. Wagner musste eingestehen, das gar nicht sagen zu können – und Marleen freute sich über ihre kluge Frage.

Sieben der Kinder sagten spontan, dass sie später einmal Feuerwehrmann oder -frau werden wollten. Letztere haben es in Taucha besonders praktisch. „Unsere Wache ist der erste Neubau in Sachsen gewesen, der separate Umkleideräume für die Frauen hat“, so Wagner. „Ab zehn Jahren könnt ihr euch hier anmelden für die Jugendfeuerwehr“, sagte er. Eine eigene dafür gibt es sogar in Merkwitz. Dort hätten sich seit einem Aufruf vor einem Monat immerhin zwei Schüler angemeldet, so Stadtwehrleiter Cliff Winkler.

Er ging selbst den Weg von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung und jetzt die Wehrleitung. Sein Vorgänger Wolfgang Pauli, der die Wehr nach der Wende Stück für Stück modernisierte, wird nächste Woche vom Stadtrat als „Verdienstvoller Bürger der Stadt Taucha“ geehrt.

Jörg ter Vehn

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