Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Sanierung geht im Frühjahr weiter

Mehrzweckhalle Sanierung geht im Frühjahr weiter

Mehrere Schüler-Generationen und unzählige Vereinssportler sowie Organisatoren von Kulturveranstaltungen haben die Vorzüge der Tauchaer Mehrzweckhalle bereits genießen dürfen. Eine Halle, um die manch Gastmannschaft die Parthestädter in den letzten zwei Jahrzehnten nicht selten beneidete. Doch nun muss sie saniert werden.

Die Mehrzweckhalle in Taucha ist in die Jahre gekommen. Im Frühjahr geht die Sanierung weiter.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Mehrere Schüler-Generationen und unzählige Vereinssportler sowie Organisatoren von Kulturveranstaltungen haben die Vorzüge der Tauchaer Mehrzweckhalle bereits genießen dürfen. Eine Halle, um die manch Gastmannschaft die Parthestädter in den letzten zwei Jahrzehnten nicht selten beneidete. Doch nun ist das Bauwerk so in die Jahre gekommen, dass über die normalen Reparatur-, Pflege- und Wartungsarbeiten hinaus Hand angelegt werden muss.

Seit einigen Wochen schon zeugt ein Gerüst von den begonnenen Arbeiten. „Es waren Arbeiten am Dach notwendig, die aufgrund des städtischen Budgets immer wieder verschoben worden waren. Als es im September schließlich los ging, wurde festgestellt, dass die Schäden größer sind als gedacht“, erklärte gestern auf LVZ-Anfrage Andreas Neutsch. Er ist Technischer Leiter bei der städtischen Immobilienbetreuungs- und Verwaltungsgesellschaft. In Zusammenarbeit mit einem Holzschutzgutachter wurde ein Konzept zur Beseitigung der Schäden erarbeitet. Doch je weiter das Dach geöffnet wurde, so Neutsch, umso größere Schäden seien sichtbar geworden. Probleme habe es vor allem im Bereich der alten Lichtkuppeln gegeben. Dort hatte es durchgetropft. Erst zwei von 32 Lichtkuppeln seien repariert, doch tortz noch weiterer Schäden sei das Dach jetzt dicht.

„Auf einer Seite war sogar die Dämmung durchfeuchtet. Die können wir aber erst im nächsten Jahr erneuern, ebenso die Holzkonstruktion im Randbereich“, sagte Neutsch. Die Tragkonstruktion der Halle sei aber nicht beeinträchtigt. „Der untere Dachbereich ist fertiggestellt, mit dem oberen geht es je nach Witterung im März oder April weiter. Dann wird die Halle genau 20 Jahre alt. Bis Ende Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein“, nannte der 55-Jährige den derzeitigen Zeitplan.

Bis es weitergeht, werde nun ein Sanierungskonzept erstellt, über dessen Finanzierung dann Stadtverwaltung und Stadträte entscheiden müssten. Fest steht aber schon jetzt, dass der sogenannte Nassbereich, in dem sich unter anderem die Duschen befinden, komplett erneuert werden muss. „Bei diesem hohen Nutzungsgrad ist es nach zwei Jahrzehnten nicht mehr mit der Erneuerung von Silikonfugen getan“, spitzte Neutsch etwas zu, um das Problem deutlich zu machen.

Das Parkett in der Halle sei in Ordnung. Aber im Außenbereich bestünde ebenfalls Handlungsbedarf. So müsse zum Beispiel die Kunststofflaufbahn erneuert werden. Sie habe ihre eigentlich vorgesehene Nutzungsdauer bereits um sieben Jahre überschritten. „Das wird jetzt einfach fällig. Doch zu den anfallenden möglichen Kosten möchte ich noch nichts sagen, das wird dann alles in dem zu erarbeitenden Sanierungskonzept ausgeführt“, vertröstete Neutsch auf später. Eine Summe steht allerdings jetzt schon im Raum. Nach Aussage von Bürgermeiser Tobias Meier (FDP) schlagen die bisher bekannten notwendigen Arbeiten schon einmal mit rund 330 000 Euro zu Buche.

Für die Stadt werden sich damit die Ausgaben für die Halle nicht unwesentlich erhöhen. Denn auch ohne die bereits erfolgten und noch anstehenden Sanierungsarbeiten muss entsprechend des damaligen Vertrages noch bis 2018 die monatliche Leasingrate in Höhe von 34 000 Euro berappt werden, ehe dann die Schlussrate ansteht, womit die Halle dann nach 22 Jahren abgezahlt ist. Mit einem ähnlichen Finanzierungsmodell war damals auch die gegenüberliegende Grundschule Am Park finanziert worden.

Das nun allmählich näher rückende Ende der monatlichen Zahlungen könnte den ohnehin nicht auf Rosen gebetteten Haushalt der Stadt Taucha um einiges entlasten. Wie nun aber am Beispiel der Mehrzweckhalle zu sehen ist, werden jetzt bereits nicht geringe Ausgaben für Sanierungen zur Erhaltung des Gebäudes notwendig.

Von Olaf Barth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Taucha
  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr