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Taucha Schäden auch im Gebälk festgestellt
Region Taucha Schäden auch im Gebälk festgestellt
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21:00 06.05.2010
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. Kaum dass die Arbeiten am Kirchturm von St. Moritz so richtig begonnen haben und neue Probleme aufwerfen, sind jetzt auch größere Schäden am Dach der Sehliser Kirche aufgetaucht.

Ende vergangener Woche war wie schon vorher geplant das Dach der Sehliser Kirche geöffnet worden. „Wir wussten, dass dort noch Restarbeiten zu tätigen sind“, erzählt Pfarrer Christian Gottfried Edelmann. Auf 10 000 bis 15?000 Euro Kosten waren die Maßnahmen im Vorfeld geschätzt worden. Was dann zu sehen war, überraschte  jedoch alle: „Etliche Balken waren weggefault“, so Edelmann. Mit großer  Wahrscheinlichkeit kämen auf die Gemeinde nun hohe Baukosten zu, ersten Schätzungen zufolge um die 60 000 Euro. Glück im Unglück: Sehlis liegt im ländlichen Raum, für den es deutlich höhere öffentliche Förderungen gibt als für die St. Moritz-Kirche in der Stadt.

Wie berichtet, wird dort am Turm seit etlichen  Wochen daran gearbeitet, die wegen mangelhafter Nägel losen   Dachschindeln zu ersetzen und neu zu befestigen. Nächste Woche werde damit begonnen, die meterlangen Risse im Mauerwerk zu verpressen. Ringanker sollen dem Turm zusätzliche Stabilität verleihen. Beim Überprüfen  der Simse am so genannten Laternenhelm seien aber jetzt auch starke Schäden am Gebälk bemerkt worden. „Wir werden  die Eichenbalken dort austauschen müssen“, erklärt der Pfarrer. Die hätten jedoch solche Maße, dass es sie gar nicht auf Lager gebe.

Auf  jeden Fall aber werde es dadurch auch zu Mehrkosten kommen. Die Höhe stehe allerdings noch nicht fest. Wie berichtet, sind bislang rund 358??000 Euro für die Sanierung des Turmes geplant. 110 000 Euro davon bringt die Stadt Taucha über ihr Innenstadtsanierungsprogramm auf, 90?000 Euro die Landeskirche, freut sich Edelmann. Die Gemeinde trennt sich zudem von Immobilien und Flächen, so dass „nur noch“ rund 40 000 Spenden hereinkommen müssten, erzählt er. „Wir sind in etwa bei der Hälfte angekommen“, sagt er. Neben vielen Kleinbeträgen habe es auch zweimal eine Tausend-Euro-Spende gegeben, „von Privatpersonen“, hebt er hervor. „Es gibt also wirklich eine Welle der Hilfsbereitschaft in Taucha“, sagt er und hofft auf eine ebenso engagierte Fortsetzung in den zweiten Jahreshälfte. Nach wie vor gibt es für jede Spende ab zehn Euro eine Dachschindel vom Turm. „An der Gestaltung der Platten arbeiten wir noch“, so der Pfarrer.

Zu einem Höhepunkt der Sanierungsarbeiten wird sicher der 13. Juni. An jenem Sonntag soll nach der Gemeindeversammlung gegen 12 Uhr die Kugel der Kirchturmspitze geöffnet werden. Der Termin sei extra so gelegt worden, dass möglichst viele Interessierte teilnehmen können.

Jörg ter Vehn

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