Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 13 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Schild erinnert an Friedrich Adolf Ebert

Schild erinnert an Friedrich Adolf Ebert

Große Städte haben häufig große Söhne, aber auch kleine Städte können ihre Berühmtheiten haben. Captain Richard Bogue und der russische Generalleutnant Gotthard Johann Manteuffel liegen etwa beide als Opfer der Völkerschlacht zu Leipzig auf dem Tauchaer Friedhof begraben.

Taucha. Sie seien aber eher zufällig in Taucha gewesen, so Stadtrat Jürgen Ullrich. „Vielleicht ist Tauchas berühmtester Sohn Friedrich Adolf Ebert in Vergessenheit geraten“, meinte er anlässlich der Enthüllung eines Gedenkschildes am Freitagabend an Eberts Geburtshaus, dem Diakonat am Winkelmannplatz. Ebert gilt als einer der Begründer des modernen Bibliothekswesens.

Ebert sei am 9. Juli 1791 kurz vor 17 Uhr in dem Haus geboren worden. „Sein Vater war Diakon, Ebert hatte noch drei Geschwister.“ In Briefen erzählte Ebert, er habe in Taucha eine glückliche Kindheit gehabt und auch den Blasebalg der Kirchenorgel treten dürfen. Er studierte, promovierte 1812 und sei ab 1813 bereits mit Katalogarbeiten an der Universitätsbibliothek Leipzig beschäftigt gewesen. 1814 sei Ebert Sekretär der Königlichen öffentlichen Bibliotheken in Dresden geworden, wo er mit einem kurzen Intermezzo in Wolfenbüttel bis zu seinem frühen Tod 1834 blieb. „Er starb mit 43 Jahren an den Folgen eines Sturzes. Er fiel rücklings von einer vier Meter hohene Leiter herunter“, erzählte Ullrich. Ebert sei ungemein fleißig gewesen, habe mit „Die Bildung des Bibliothekars“ einen Klassiker des Bibliothekswesens geschrieben, sein Hauptwerk sei aber das „Allgemeine bibliographische Lexicon“ gewesen.

Ullrich stiftete die Gedenktafel an Eberts Elternhaus, an dem Pfarrer Christian Gottfried Edelmann auch die Tafel „Diakonat“ anbringen ließ. Konfirmandin Leonore Scharf durfte beide Schilder enthüllen, ein kleiner Posaunenchor unter Leitung von Kantor Frank Zimpel mit Joachim Gelsdorf, Peter Sundermann und Andreas Hartmann sorgte für die feierliche Umrahmung. Die Tafeln sollten sichtbar machen, dass in dem Haus etwas gewesen sei, was über Taucha hinaus von großer Bedeutung war, so Edelmann. „Es gibt neben dem Internet eben auch andere Seiten, die in die Hand zu nehmen und zu lesen lohnen“, so der Pfarrer.

Der Stadtrat hatte im Vorjahr die Stadtbibliothek Taucha nach Ebert benannt – ein Hinweisschild dazu fehlt aber bis heute. Jörg ter Vehn

Jörg ter Vehn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Taucha
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

17.10.2017 - 14:29 Uhr

Kreisliga A (West): Borna II/Eula braucht für 2:0-Erfolg in Kitzscher reichlich Anlauf

mehr