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Taucha Schlangen und Tränen am Lokführerstand
Region Taucha Schlangen und Tränen am Lokführerstand
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18:07 08.10.2018
Der achtjährige Jendrik Berndt ist am Simulator Lokführer auf Zeit. Hilfestellung gibt es von Rolf Wollschläger. Quelle: Fotos: Reinhard Rädler
Taucha

In den Gängen an den Anlagen der Modellbahnfreunde Taucha herrschte unlängst ein Gedränge wie auf den Bahnsteigen des Leipziger Hauptbahnhofes zur besten Reisezeit. Nach dem großen Erfolg der diesjährigen Osterausstellung waren auch bei der jüngsten Ausstellung weit über 500 Besucher in die Vereinsräume in der Dewitzer Straße gekommen. In den Wyn-Passagen erfreuen sich die Besucher am Fahrbetrieb auf den sieben Modellbahnanlagen. Deren Palette reichte von der großen Gartenbahn über die kleinere TT-Spur bis hin zur H0-Modellbahnanlage.

Mini-Kamera im Führerstand

Marcel Christophori hat viel an seinem Containerbahnhof gebastelt. „Unter dem Tisch ist nun alles perfekt installiert, doch das sieht ja keiner“, sagte er lachend, aber nicht ohne Stolz. „Es hat sich in den letzten Monaten auf allen Anlagen viel getan“, informierte dann Vorstandschef Thomas Beyer. „Auch die Simulator-Anlage mit dem originalen Führerstand einer Elektro-Lok ist jetzt mit der komplett neu installierten Elektronik in allen Bedienelementen sehr nah an der Realität. Es ist unser Vorzeige-Objekt“, berichtet er stolz. Auch die Landschaft auf der Simulator-Anlage wurde „optisch aufgehübscht“. Von hier werden die Fahrten der Lok mittels Mini-Kamera auf den Bildschirm des Simulator-Führerstandes übertragen und ermöglichen so eine realistische Steuerung der Bedienungselemente.

Kein Wunder, dass es hier zu regelrechter Schlangenbildung – und sogar zu Tränen – kam. Viele der kleinen Besucher wollten auch einmal Lokführer sein. Der achtjährige Jendrik Berndt etwa war gar nicht mehr vom Lokführersessel hochzubringen. Geduldig erklärte ihm Vereinsmitglied Rolf Wollschläger die Bedienungsabläufe. „Das Interesse hat Jendrik wohl vom Opa, denn der hat eine Modellbahnanlage“, erklärte seine Mutti Dorothea lächelnd.

Kinder sind begeistert

Auch der fünfjährige Leo Stuhrmann konnte von den Anlagen nicht loslassen, denn er durfte den einen oder anderen Regler bedienen und „seinen Zug“ steuern. „Seit elf Uhr sind wir schon hier“, stöhnte halb belustigt sein Papa. Das war so gegen 14 Uhr… Am anderen Bedienpult saßen Nina und Henri Rosengart und warteten, bis „Fahrdienstleiter“ Matthias Lockevitz die Strecke für den Bauzug freigab. „Die Kinder sind begeistert. Wir sind jedes Jahr hier“, erzählte Mama Manja.

Schon in zwei Monaten können sie wiederkommen, denn am dritten Adventswochenende, also am 15. und 16. Dezember, öffnen die Modellbahnfreunde Taucha in den Wyn-Passagen wieder ihre Vereinsräume für die Besucher.

Von Reinhard Rädler

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