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Schlossverein Taucha zeigt neue Ausstellung mit Naturbildern

Angelika Scheibler experimentiert gern Schlossverein Taucha zeigt neue Ausstellung mit Naturbildern

Eine neue Ausstellung wurde jetzt in Tauchas Schlossgalerie eröffnet. Angelika Scheibler zeigt Naturbilder: hell durchflutete Alleen, den Charme alter Bauernhäuser, Gewässer im Sonnenglanz oder den Blütenreichtum eines Gartenbeets ...

Angelika Scheibler stellt jetzt in der Schlossgalerie Taucha aus.
 

Quelle: Ingrid Leps

Taucha.  „Ich male seit vielen Jahren leidenschaftlich gern und bin so froh, dass ich das für mich gefunden habe“, bekannte Angelika Scheibler während der Vernissage ihrer Ausstellung im Rittergut Taucha. Malen, das bedeutet für die Frau aus Nürnberg zu entdecken, zu suchen und zu finden. Sie liebt die Landschaft und das spürt der Betrachter in der vom Tauchaer Schlossverein organisierten Ausstellung „Lichtblicke“ vom ersten Moment an. Hell durchflutete Alleen, der Charme alter Bauernhäuser, Gewässer im Sonnenglanz, der Blütenreichtum eines Gartenbeets, Birken, die ins Himmelsblau tauchen – all das nimmt die gebürtige Mecklenburgerin vom Jahrgang 1962 als künstlerische Herausforderung. Im Hauptberuf mit kaufmännischem Hintergrund ausgestattet, überließ Scheibler, die familiäre Kontakte mit Taucha verbinden, auch bei ihrer Passion nichts dem Zufall. Sie bildete sich mit erstaunlicher Konsequenz weiter, besuchte Malkurse und ließ sich auf ein zweijähriges Fernstudium ein, um sich in Malen und Zeichnen Grundlegendes anzueignen.

Vor allem auf Reisen findet sie die Ruhe, sich nur auf ihr Steckenpferd zu konzentrieren, meinte sie während der Ausstellungseröffnung am Sonnabend. Dabei greift sie eher selten zu Farben aus der Tube. Vereinsvorsitzender Jürgen Ullrich verwies in seiner Laudatio darauf, dass die Begegnung mit dem Maler Frank Suplie auf Scheiblers kreativem Weg ganz besondere Spuren hinterlassen habe. Der Künstler aus der Uckermark pflegt die heute nur selten genutzte Eitempera-Malerei und gibt diese Technik in seinen Sommerkursen weiter. „Eier, Wasser, Öl als Malmittel, dem dann Farbpigmente beigemischt werden. Zugegeben: Das alles klingt eher nach den Zutaten für ein Backrezept, es sind aber die Bestandteile einer der ältesten, farbintensivsten und haltbarsten Maltechniken überhaupt“, erläuterte Ullrich. Scheibler liebt dieses traditionelle Verfahren. Doch sie experimentiert gern. Sie möchte sich Lasurverfahren und neue Acryltechniken erschließen, sich in künftigen Kursen auch thematisch mehr mit der menschlichen Figur ausprobieren.

Gast der Vernissage war auch Tauchas Bürgermeister Tobias Meier, dem Ullrich große Unterstützung für den Verein bescheinigte. In seiner erst kurzen Amtszeit sei es gelungen, Probleme, die schon seit längerem im Argen lagen, unkompliziert anzugehen. Die Sanierung des Schlosses solle vorangetrieben und leer stehende Gebäudeteile so mit Leben erfüllt werden, dass das Areal von den Tauchaern voll angenommen werde. Dafür gebe es bereits gute Ideen. „Es beflügelt uns, dass wir mit ihm besser vorankommen, als bei seinen Amtsvorgängern“, zeigte sich Ullrich zufrieden. Viele Fragen könnten ohne bürokratischen Schriftverkehr im persönlichen Gespräch schnell geklärt werden.

Mit französischen Weisen von der Renaissance bis in die Gegenwart unterstrichen Jorina Eckersberg und Alina Lörzing die ungetrübte Stimmung der sonnigen Landschaften an den Wänden der Schlossgalerie. Die Eleven der Musikschule Heinrich Schütz spielten während der Vernissage auf der Querflöte und der Gitarre.

Die Ausstellung im Rittergutsschloss Taucha ist bis zum 25. September, an den Wochenenden, jeweils von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Von Ingrid Leps

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