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Taucha Schlossverein eröffnet im Mai Rittergutsmuseum in Taucha
Region Taucha Schlossverein eröffnet im Mai Rittergutsmuseum in Taucha
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21:00 30.12.2009
Umtriebiger Vorsitzender: Jürgen Ullrich und der Förderverein Schloss Taucha wollen im Mai ein Museum zum Rittergutsschloss eröffnen. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

„Das Programm bietet einen kleinen Vorgeschmack.“ Ab nächster Woche liegt die Jahresübersicht als Flyer im Rathaus, dem Ratskeller, der Buchhandlung und im Café esprit aus. Ein wenig versteckt darin ist ein Schmeckerchen angekündigt: Zum Internationalen Museumstag am 15. Mai will Ullrich das neue Rittergutsmuseum eröffnen. „Zwei Räume im Erdgeschoss des Herrenhauses wollen wir dafür nutzen“, erklärt er. Gezeigt werden solle die wechselvolle Geschichte des Schlosses, die als Verteidigungsanlage streng genommen schon 972 begonnen habe. Immer wieder sei auf dem Berg umgebaut worden, „das Areal hat sich aber eigentlich nie geändert“, so Ullrich. Obwohl das Rittergutsschloss überwiegend landwirtschaftlich genutzt wurde und also eher Ställe fürs Vieh als Gemächer für Prinzessinnen beinhaltete, habe es dennoch etwa 60 Jahre lang einen prunkvollen und schlossähnlichen Charakter gehabt, weiß Ullrich zu berichten.Dies und mehr will er den Besuchern auf Schautafeln, mit allerlei Dokumenten, anhand eines Schlossmodells (mit Turm!), mit beschnitzten Holzbalken und behauenen Steinfragmenten begreifbar machen. Die Geschichte des Weinbaus in Taucha mit früher sechs Anbaustellen werde in der Schau zudem erläutert und auch auf die Arbeit des Schlossvereins und dessen Pläne für die Zukunft hingewiesen. „Natürlich wird auch eine Haugwitz-Ahnentafel nicht fehlen“, sagt er. Bekanntlich war die Familie derer von Haugwitz für die Entwicklung des Areals prägend. Der Verein versucht gerade, ein Bildnis eines in Taucha wirkenden von Haugwitz zu erwerben. – es wurde in Odessa gefunden (die LVZ berichtete). „Dort gibt es jedoch Verständigungsschwierigkeiten“, sagt Ullrich, meint aber nicht die Sprache. Fundort sei ein Gelübdekloster, in dem nicht gesprochen und nur höchst umständlich schriftlich kommuniziert werden dürfe, seufzt er.Das Gemälde würde die Schau natürlich krönen, glaubt Ullrich. „Wir wollen eine kleine, aber feine Schau zum Rittergutsschloss aufbauen“, erzählt er. Der Verein komme damit dem Wunsch vieler Besucher von außerhalb nach, die immer wieder fragten, was es denn in Taucha anzusehen gebe. Überschneidungen mit dem Heimatmuseum sieht Ullrich nicht. Stücke aus dessen Fundus würden in Absprache mit der Einrichtung künftig im Herrenhaus zu sehen sein.Geöffnet sein werde das neue Museum ab Mitte Mai an den Wochenenden, kündigte er an.

Jörg ter Vehn

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