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Schlossverein fordert finanzielle Hilfe

Schlossverein fordert finanzielle Hilfe

Das Rittergutsschloss Taucha ist als Veranstaltungsort aus der Parthestadt nicht mehr wegzudenken. Dank engagierter Vereinsmitglieder zog auf dem jahrzehntelang vernachlässigten Areal wieder Leben ein.

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Thomas Schmidt, Benjamin Iffländer und Erik Fliegner (v. l.) beim Aufstellen des neuen Metallzaunes am Rittergutsschloss.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Von der Stadt fordert Vereinschef Jürgen Ullrich jetzt mehr finanzielle Unterstützung. Doch die Stadt hat schon viel geleistet, meint Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) dazu.

Jahrzehntelang fristete das 1542 von Wilhelm von Haugwitz errichtete Schloss ein kümmerliches Dasein. Erst als sich der im Mai 2000 gegründete Förderverein Schloss Taucha der Erhaltung, Sicherung, Sanierung und Entwicklung des unter Denkmalschutz stehenden Areals annahm, zog spür- und auch sichtbar Leben in die Gebäude auf dem Schlossberg ein.

"Allein in den Jahren 2009 bis 2012 hat der Verein 140 000 Euro in die Umsetzung seiner Satzungsziele investiert", verkündete der Vorsitzende des Vereins, Jürgen Ullrich. Mit einem vielfältigen Veranstaltungsangebot, von der Ausstellung im Rittergutsmuseum, über Kunstausstellungen in der Kulturscheune, bis hin zu Rockkonzerten auf dem Schlosshof, habe sich das Rittergutsschloss zu einem kulturellen Anziehungspunkt ersten Ranges in Taucha entwickelt. Allein im vergangenen Jahr soll es laut Verein 15 000 Gäste angezogen haben.

"Auch im neuen Jahr wird es im Areal am Haugwitzwinkel keinen Stillstand geben. Wir müssen an den Außenmauern des Schlosses etliche schadhafte Stellen ausbessern", beschreibt Ullrich die nächsten baulichen Maßnahmen. "Und wir wollen die historischen Mühlsteine der Steinwegsmühle auf dem Schlosshof optisch besser platzieren und auf einem Schild die geschichtlichen Fakten um diese Zeitzeugen darstellen", fügt er hinzu. Gemeinsam mit dem Helmholtz-Institut sollen zudem Bodenuntersuchungen erfolgen, um Klarheit über den Standort des 1675 errichteten Schlossturms zu erhalten, dessen Abriss 1819/20 erfolgte. "Langfristig müssen wir auch an die Erweiterung unseres Rittergutsmuseums denken, denn das platzt jetzt schon aus allen Nähten", denkt der Vereinschef voraus und sagt: "Wir haben noch Exponate für eine Ausstellung, möchten aber auch die Ergebnisse der Forschungsprojekte von Oberschülern besser präsentieren."

Dieser Tage war wieder emsige Bautätigkeit zu beobachten, denn die Metallbaufirma Szillat aus Thekla setzte am Weinberg einen neuen Metallzaun. "Es wurde höchste Zeit, dass wir den morschen Maschendrahtzaun ersetzen. Der neue Zaun bildet nun eine optische Einheit auf dem 22 Meter langen Weg zum Schlossportal. Farbe wird er auch noch bekommen", so Ullrich. Für die elf Zaunfelder aus feuerverzinktem Stahl hat der Schlossverein 13 000 Euro aus Spenden und Erlösen aus Veranstaltungen aufgebracht. "Angesichts der bisher vom Verein aufgebrachten und zukünftig noch erforderlichen finanziellen Mittel muss auch die Stadt die Vorhaben finanziell unterstützen", meint Ullrich, der für die Linkspartei auch im Stadtrat sitzt.

Bürgermeister Holger Schirmbeck sieht die Stadt dazu nicht unmittelbar in der Pflicht: "Wir sind Eigentümer des Schlossareals und haben so über die Jahre beispielsweise mit der Installation der Stromversorgung, der Umsetzung des Brandschutzkonzeptes oder der Sanierung und dem Ausbau des Hauses 10 sowie dem Einbau der Toilettenanlagen städtische Gelder investiert und damit die Voraussetzungen für eine öffentlichkeitswirksame Nutzung des Rittergutsschlosses geschaffen." Zudem könne der Verein durch moderate Nutzungsvereinbarungen über die Erlöse aus Veranstaltungen verfügen. Er würdigt das Engagement des Verein, sagt Schirmbeck. Aber mit Blick auf die Chancengleichheit gegenüber anderen Vereinen, sei eine zusätzliche Mittelzuweisung in größerem Maße unverhältnismäßig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.01.2014
Reinhard Rädler

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