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Schöppenteich-Sanierung: Hoffnung nach einem Jahr Vorbereitung

Schöppenteich-Sanierung: Hoffnung nach einem Jahr Vorbereitung

Was lange währt, wird endlich gut. Dieser Spruch scheint auch am Kleinen Schöppenteich zu passen. Nachdem Bürger Tauchas vor gut einem Jahr eine Initiative zur Sanierung des beliebten, aber tief verschlammten und biologisch fast toten Gewässers starteten, zeichnet sich jetzt für nächste Woche die Erlaubnis ab, damit beginnen zu dürfen.

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Seit einem Jahr engagieren sich Bürger für die Sanierung des Kleinen Schöppenteiches.

Quelle: Jörg ter Vehn

Taucha. „Es ist alles eingereicht, bis hin zum nachgeforderten Protokoll der Schlammentnahme“, stöhnt Steffen Pilz. Den dazugehörigen Prüfbericht über den Schlamm hätten die Behörden schon längst, aber sie hätten noch schriftlich haben wollen, wie der Schlamm am Teich entnommen wurde, erzählt Pilz, sichtlich entnervt. Seit rund 14 Tagen liege nun dem Umweltamt des Kreises alles zur Genehmigung vor.

Der Vorsitzende des eigens für die Sanierung gegründeten Vereins kann seit einem Jahr ein Lied singen von langen Verwaltungswegen. Mitte Juni 2010 hatte er mit Freunden zunächst eine Interessengemeinschaft zur Sanierung des Teiches gegründet. Ausgangspunkt war damals, dass die Stadt die Sanierung des beliebten Kleingewässers Jahr für Jahr vor sich hergeschoben hatte, letztlich ganz davon Abstand nahm, nachdem die Ausbaupläne für die B87-Kreuzung platzen und die Kassenlage immer enger wurde (die LVZ berichtete).

Pilz sprach Firmen und Bürger an, die begeistert von der Idee waren und zu dem bürgerschaftlichen Engagement gerne ihren Teil beitragen wollten. Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) lobte das Vorhaben und versprach, als Verwaltung so weit wie möglich zu helfen. Doch während bei Pilz die Sponsorenliste wuchs, türmten sich auch die Probleme rund ums Vorhaben auf. Während es zum Beispiel zunächst bei der Stadt geheißen hatte, laut einer früheren Probe könne der Teichschlamm ganz normal entsorgt werden, ging das später nicht mehr. Selbst Planungskosten für die Entschlammung des Teiches sollten im Rathaus anfallen. Und: Die Stadt pochte auf einen juristischen Ansprechpartner bei den Bürgern, also keine Interessengemeinschaft, sondern einen Verein. Wegen kleinere Mängel in der Satzung und weil gleichzeitig das bislang zuständige Vereinsregister von Eilenburg nach Leipzig umzog, dauerte auch das länger.

„Das ist ein Bürokratismus sondergleichen. Dabei wollen wir nur für die Bürger Tauchas den Teich sanieren“, stöhnt Pilz inzwischen. Immerhin habe noch keiner der Sponsoren gesagt, dass er abspringe, ist Pilz dankbar für die Unterstützung auch über die lange Zeit.

Im Tauchaer Rathaus ist Bauamtsleiterin Barbara Stein zuversichtlich, nächste Woche vom Umweltamt des Kreises zu hören und dann mit Pilz eine „Durchführungsvereinbarung“ abschließen zu können. In der werde geregelt sein, was Stadt und Verein im Detail zur Sanierung des Teiches beitrügen, so Stein gestern. Damit könne das Vorhaben auch in eine zeitliche Reihenfolge gebracht werden. „Dann machen wir Nägel mit Köpfen“, so Stein. Pilz freut sich schon drauf: „Wir stehen alle Gewehr bei Fuß, wollen loslegen.“

Jörg ter Vehn

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