Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° stark bewölkt

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Schöppenteich-Sanierung: Kurz vor dem Ziel bei der Bürokratie

Schöppenteich-Sanierung: Kurz vor dem Ziel bei der Bürokratie

Nur mühsam kommt Bewegung in die Sanierung des Kleinen Schöppenteiches am Eingang zur Tauchaer Altstadt. Einigen Helfer geht das zu langsam, sie drohen schon mit einem Rückzug.

Voriger Artikel
Vier von damals noch bei Tauchaer Musikanten aktiv
Nächster Artikel
Tauchaer und Leipziger Ringer rauften sich zusammen und plaudern darüber

Benötigt eine Sanierung: Der Kleine Schöppenteich am Altstadt-Eingang Tauchas ist tief verschlammt und daher biologisch weitgehend tot.

Quelle: Jörg ter Vehn

Taucha. „Wenn sich nicht bald was tut und wir hier von den Ämtern nur vorgeführt werden, dann springe ich wieder ab“, drohte diese Woche einer aus der Initiative. Tatsächlich wird die Geduld der Leute, die Kraft, Zeit und Geld in die Sanierung des Tauchaer Kleinodes stecken wollen, strapaziert. Seit der Gründung der Initiative vor zweieinhalb Monaten gab es zwar einige Gespräche mit der Stadt, aber der Teich selbst dümpelt weiter vor sich hin. Einzig die gut gefütterten Enten schwimmen weiter darauf herum, verschlimmern mit jedem „Geschäft“ die Situation im Wasser.

Wie berichtet, gilt der tief verschlammte Teich als biologisch weitgehend tot, die Stadt hat jedoch kein Geld für eine Sanierung. Sie begrüßte daher die Initiative von Vertretern des Heimatvereins, der Angler und Naturschützer. Bürgermeister Holger Schirmbeck versprach, die Stadt werde das bürgerliche Engagement nach Kräften unterstützen.

Von Seiten der Stadt sei inzwischen alles Nötige veranlasst, sagte gestern Bauamtsleiterin Barbara Stein. Es sei ja gottlob kein aufwändiges wasserrechtliches Verfahren für die Sanierung nötig, sondern nur eine einfache Anzeige der geplanten Arbeiten bei der Unteren Wasserbehörde im Kreis. „Wir sind froher Hoffnung, von dort in den nächsten Tagen die nötige Stellungnahme zu erlangen, die alle wasserrechtlichen und naturschutzfachlichen Belange betrifft“, so Stein. Vereinbart sei dann ein Treffen mit den Vertretern der Initiative. Das werde aber wohl erst nach dem Tauchschen stattfinden.

Steffen Pilz, der den Umzug am Stadtfest-Sonntag organisiert, ist trotzdem ungeduldig. „Es muss jetzt bald langsam losgehen. Sonst ist der Sommer fast vorbei und am Teich ist immer noch nichts passiert.“ Seit dem letzten Treffen habe die Zahl der Zusagen von Sponsoren eher noch zugenommen. So lägen Hilfsangebote für größere Maßnahmen wie für die Schlammentfernung, das eventuell nötige Reparieren der Tonschicht im Teich, den Brunnenbau sowie den Bau eines Ablaufschachtes als Überlauf in die Parthe vor. Weitere Sponsoren könnten sich gerne bei ihm oder Heiko Thonig vom Angelverband Taucha melden. Gesucht werde noch eine Pumpe.

Benötigt werden auch Geldspenden. Denn wie Bauamtsleiterin Barbara Stein bestätigte, müssten die nötigen Planungskosten in Höhe von einigen tausend Euro ebenfalls von der Initiative aufgebracht werden. Sie wolle zwar versuchen, Mittel in den nächsten städtischen Haushalt einzustellen, sehe angesichts der aktuellen Finanzmisere aber kaum eine Chance.

Jörg ter Vehn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Taucha
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Angestupst
    Mikrologo Angestust

    Die aktuelle Förderrunde der Aktion „Angestupst“ von LVZ und Sparkasse Leipzig ist beendet. So haben Sie abgestimmt! mehr

  • LVZ-Fahrradfest
    Logo LVZ-Fahrradfest

    LVZ-Fahrradfest 2016: Sehen Sie hier einen Rückblick mit vielen Fotos von allen Starts, Videos und mehr. mehr