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Taucha Scholl-Gymnasium eröffnet Weltethos-Ausstellung
Region Taucha Scholl-Gymnasium eröffnet Weltethos-Ausstellung
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16:55 19.05.2015
Referent Walter Lange spricht in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums anlässlich der Ausstellungseröffnung vor Zehntklässlern über Religionen und ethische Fragen des Schulalltags. Quelle: Olaf Barth

Aus diesem Anlass wurde gestern Vormittag in der Aula wieder eine schulinterne Ausstellung zu den Themen Weltreligionen, Weltfrieden und Weltethos eröffnet. "Es geht um Weltoffenheit, darum, Toleranz zu zeigen und Andersdenkende zu akzeptieren. Es geht um das Miteinander von Religionen und Atheismus. Die Schüler sollen ermutigt werden, sich zu öffnen, ihre Meinung zu sagen und sich mit Meinungen anderer auseinanderzusetzen, aber immer auf einer von gegenseitigem Respekt geprägten Ebene", erläuterte Schulleiterin Kristina Danz das Anliegen der Ausstellung.

Als Gast war erneut aus Nordrhein-Westfalen der katholische Religionslehrer Walter Lange gekommen. Der 64-Jährige unterrichtet an einer Gesamtschule und ist zugleich als Referent für die in Tübingen ansässige Stiftung unterwegs. In zwei Durchgängen sprach er vor rund 100 Tauchaer Schülern aus den vier zehnten Klassen sehr lebensnah und praxisorientiert unter anderem über die Themen Religionen und deren Wurzeln, über Informationsflut in der Mediengesellschaft, über Mobbing und Lügen in den Schulen. Dabei suchte er sofort den Dialog mit den Schülern, die interessiert lauschten und sich alsbald auf sein Frage- und Antwortspiel einließen. "Kein Frieden zwischen den Nationen ohne Frieden zwischen den Religionen, stimmt der Satz?", will Lange wissen und provoziert so Meinungsäußerungen.

Doch nicht nur die Schüler hörten sehr aufmerksam zu. Auch Ethik-Lehrer Heiko Temper war vom fesselnden Vortrag Langes begeistert: "Er macht das nicht abstrakt, sondern geht auf die Lebenswelt der Schüler ein." Lange beschwor zum Beispiel das Recht eines jeden, einfach mal Ruhe haben zu dürfen, und sei es nur eine Stunde dazusitzen und überhaupt nichts zu tun, nicht erreichbar zu sein. Auch da traf er den Nerv. Ein Zehntklässler gestand, die Nase von der ständigen Erreichbarkeit voll zu haben und das Handy eben einfach auch mal auszuschalten.

Hintergrund dieser Veranstaltung ist die Tatsache, erzählt Temper, dass sich seit zehn Jahren einmal im Jahr Ethik- und Religionslehrer aus Sachsen und Nordrhein-Westfalen zum Gedanken- und Meinungsaustausch treffen. "Wir alle wollen helfen, die Kinder auf das Leben vorzubereiten, das ist der gemeinsame Nenner", erklärte der Ethik-Lehrer. Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.05.2013

Olaf Barth

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