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Taucha Schüler spenden für krebskranke Kinder
Region Taucha Schüler spenden für krebskranke Kinder
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14:53 19.05.2015
200 Euro haben die Hortkinder der Grundschule Am Park gespendet. Darauf sind auch Hortleiterin Kerstin Fritsche (links) und Heike Reetz vom Vorstand des Vereins "Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig" stolz. Quelle: Reinhard Rädler

In dem Brief hatte Jasmin Schröder, Schülerin der Grundschule Am Park in Taucha, ihre Gedanken für die an Krebs erkrankten Kinder aufgeschrieben. Den Brief und viele Zeichnungen übergaben am Mittwoch die Hortkinder an Heike Reetz vom Verein "Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig".

Darüber hinaus überreichte die Viertklässlerin Hanna Schmidt noch stolz einen Umschlag mit 200 Euro, die die Hortkinder im Rahmen vieler Aktivitäten gesammelt hatten. "Wir machen das schon das fünfte Jahr und haben uns auch diesmal wieder lange darauf vorbereitet. Die Erlöse aus Bastelnachmittagen, aus Adventsbasaren oder aus dem Hortcafé haben wir dazu zusammengelegt. Auch die Strickliesel-AG, in der sogar Jungen mitmachen, hat sich daran beteiligt", erzählte Hortleiterin Kerstin Fritsche von den Aktionen. Von der Grundschule würde der Hort dabei sehr gut unterstützt.

In einer kleinen Gesprächsrunde schilderte Heike Reetz das Leben der krebskranken Kinder, wie sie kämpfen, leiden und oft den Kampf verlieren. Sie war als Mutter selbst Betroffene, denn ihre Tochter Lisa war im Alter von vier Jahren an Krebs erkrankt, konnte aber, was Eltern und Kinder immer hoffen, nach vielen Jahren geheilt werden. Gespannt hörten die Kinder zu, als Reetz ihnen vom geschwächten Immunsystem, den Schülern auch als Körperpolizei bekannt, bei den krebskranken Kindern erzählte. "Man kann deshalb sterben", wusste Hanna Schmidt. "Dürfen die Kinder miteinander reden?" oder "Haben die Zimmer auch Fenster?" waren vorsichtig gestellte Fragen der Hortkinder.

"Man soll die Hoffnung nie aufgeben und jede Spende hilft dabei, das Leben aller Beteiligten zu erleichtern. Alles, was den Kindern Abwechslung bietet, hilft ihnen, mit ihrer schweren Krankheit fertig zu werden. Aber auch die Eltern und Geschwister brauchen oft psychologische Betreuung", so die in Rackwitz wohnende Reetz. Der Verein unterstütze viele Projekte, wie zum Beispiel die Kunst- und Musiktherapie, es gebe Klinik-Clowns und auch erste Versuche, wenigstens per Multimedia bettlägerigen Kindern etwas Schulunterrichtsstoff zu vermitteln, aber all das koste eben Geld. "Die Kinder werden erfahren, wofür ihre Spende verwendet wird", versicherte sie. "Ich habe gemerkt, das kommt von Herzen", fügte sie hinzu.

Dazu passen die letzten Sätze im eingangs erwähnten Brief von Jasmin Schröder: "Also geh sorgsam mit deinem Freund um. Du brauchst ihn nämlich. Und er braucht dich. Das ist Freundschaft".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.01.2014
Reinhard Rädler

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