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Sehliser Kunstprojekt startet nach Ostern

Sehliser Kunstprojekt startet nach Ostern

Bei einem jüngsten ersten Treffen Lemkes in Sehlis mit rund 30 Bewohnern des Dorfes habe man sich sehr sympathisch gefunden, berichten Teilnehmer. "Wir haben uns gegenseitig vorgestellt.

Es war eine sehr gute und offene Atmosphäre. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ein schönes und bleibendes Kunstprojekt für das Dorf entsteht. Und dass auf dem Weg dahin die dörfliche Gemeinschaft gefestigt wird", sagte gestern Fridtjof Erbs, Vorsitzender der Interessengemeinschaft (IG) Sehlis.

Einen Riss hat die Gemeinschaft allerdings bereits erhalten. Denn Ideen-Geber und Mit-Initiator Carlo Bergmann hat sehr enttäuscht auf die getroffene Künstlerwahl reagiert und sich Ende letzten Jahres komplett mit teils scharf formulierter Kritik aus dem Projekt zurückgezogen. Der Sehliser selbst war in Berlin nicht dabei. Denn er weilt berufsbedingt, so wie jetzt auch, oft über längere Zeiträume bei archäologischen Arbeiten in Ägypten. Die Wahl Lemkes sei für ihn eine "Schreckensnachricht" gewesen, Lemke sei sicher ein guter Tonkünstler, aber der falsche Mann am richtigen Ort. Das ursprüngliche Kunstkonzept, in dem es um Tier- und Naturschutz gehen sollte, wird vollkommen auf den Kopf gestellt, schrieb Bergmann und entzog der Aktion seine weitere Unterstützung.

"Es geht auf jeden Fall weiter, unbedingt", bekräftigte gestern Mit-Initiatorin Karin Hoßfeld und fuhr fort: "Bei dem Treffen mit Lemke gab es ein gutes Einvernehmen. Er freut sich sehr auf das halbe Jahr in Sehlis und möchte für sein Werk charakteristische Töne im Dorf suchen und künstlerisch verarbeiten." Hoßfeld will das Projekt mit der Kamera begleiten, unabhängig von den Aufnahmen, die der TV-Sender Arte anfertigen will. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Andrea Schilling gehörte die freischaffende Theater-Künstlerin letzten Herbst zu den Initiatoren des Projektes. "Carlo Bergmann hatte die Grundidee und wollte gern sein Projekt umgesetzt sehen. Wir hatten uns in Berlin aber für einen Künstler mit eigenen Vorstellungen entschieden. Es war auch gar kein Bildhauer dabei, und wir können Künstlern auch nichts vorschreiben", sagte die 58-Jährige mit Bedauern über Bergmanns Ausstieg.

"Ich finde seinen Rückzug sehr schade, denn sein ursprünglicher Ansatz, die Idee und sein Engagement waren sehr gut. Es wäre schön, wäre er mit seinen künstlerischen, pragmatischen und weltoffenen Ansätzen weiter dabei, aber er hat sich anders entschieden", erklärte Erbs. Ein Ersatzquartier für die ursprünglich bei Bergmann vorgesehene Künstler-Unterkunft wurde bereits gefunden auf dem Hof von Ralf Henzler im Treesenweg. "Dort wird am 23. März im Rahmen des jährlichen Arbeitseinsatzes das Künstlerquartier hergerichtet. Wir hoffen wieder auf viele Helfer", rief gestern Erbs schon mal generell zum Frühjahrsputz an dem Tag auf.

Froh darüber, dass es mit dem Projekt weitergeht ist auch Barbara Stein von der Tauchaer Stadtverwaltung. Sie ist im Rathaus Ansprechpartnerin für die Stiftung: "Die Kunst soll im Dialog zwischen Künstler und Dorfbewohnern entstehen. Als Ort ist jetzt ein städtisches Grundstück wahrscheinlich am Teich vorgesehen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.03.2013

Olaf Barth

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