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Sehliser eröffnen ihren Klangweg

Doppelveranstaltung mit neuer Ausstellung Sehliser eröffnen ihren Klangweg

Mit gleich zwei kulturellen Höhepunkten lockten am Sonntagnachmittag die IG Sehlis sowie die Kleine Kunstakademie des Dorfes in den Tauchaer Ortsteil. Zunächst wurde auf dem Hof der Kleinen Kunstakademie eine neue Ausstellung eröffnet. Im Anschluss begaben sich die Gäste anlässlich der Eröffnung des Klangweges auf einen Rundgang.

Andrea Schilling (links) spricht zur Eröffnung der neuen Ausstellung in Sehlis

Quelle: Olaf Barth

Sehlis. Mit gleich zwei kulturellen Höhepunkten lockten am Sonntagnachmittag die IG Sehlis sowie die Kleine Kunstakademie des Dorfes in den Tauchaer Ortsteil. Zunächst wurde auf dem Hof der Kleinen Kunstakademie eine neue Ausstellung eröffnet. Im Anschluss begaben sich die Gäste anlässlich der Eröffnung des Klangweges auf einen Rundgang.

In der Kunstscheune im Treesenweg 15 können sich Besucher in der neuen Ausstellung wieder überraschen und inspirieren lassen. Unter dem Titel „Orte himmlischen Friedens“ zeigt Bernd Volk Idylle, Schreine und Assemblagen. Untermalt werden die fantasievollen Werke von Interview-Mitschnitten Karin Hoßfelds. Während Volk unter anderem immer wieder das fallende, sich fallen lassende und mit einem (Regen-)Schirm behütete Individuum in Szenen setzt oder gar ein Bett mit der Himmelsleiter kombiniert, wollte Theaterkünstlerin Hoßfeld von Menschen ganz konkret wissen, welche Orte für sie den „himmlischen Frieden“ bedeuten. Unter zwei Friseur-Trockenhauben sind die Antworten als akustische Installation nachzuhören. Garten und Natur oder auch die morgendliche Ruhe spielen dabei öfter eine Rolle.

Nach einer kleinen Pause, während der sich die rund 50 Besucher im idyllischen Hof Kaffee und selbst gebackenen Kuchen schmecken ließen, luden Fridtjof Erbs von der IG Sehlis und Andrea Schilling von der Kleinen Kunstakademie zum Rundgang ein. Anlass war die offizielle Eröffnung des Sehliser Klangweges. Er ist ein Ergebnis des 2013 durchgeführten Projektes „Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst“ der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft. Sehlis hatte sich mit Erfolg um die Teilnahme beworben. Fortan lebte und arbeitete ein halbes Jahr lang der Klangkünstler Helmut Lemke im Dorf, um sich gemeinsam mit interessierten Sehlisern in regelmäßigen Workshops über Klänge im Dorf und Klangobjekte auszutauschen. Es war ein Wunsch der Sehliser, von der Aktion etwas Bleibendes zu schaffen. So brachten sie sich ein mit Ideen für den Klangweg unter dem Titel „Sehlis klingt“ und arbeiteten auch an dessen Verwirklichung mit.

Eine von Sabine Franiel liebevoll gezeichnete Wege-Skizze am Startpunkt neben dem Spielplatz zeigt, wo welche Klangobjekte und Sitzgelegenheiten aufgestellt wurden. Gleich am Anfang steht zum Beispiel einer von zwei Summsteinen. Wer seinen Kopf in den Findling steckt, hört den Muschel-Effekt – das innere Rauschen und das Verfremden von Tönen der Außenwelt. Wanderer können auf alten Traktorensitzen selbst einfach nur den Klängen der Natur lauschen, statt selbst welche zu erzeugen. Das passiert zum Beispiel neben den Feldern der Gemüsekooperative Rote Beete, wo man auf einer Holzrutsche vom Feld gesammelte Steine hinunterpurzeln lassen kann oder auf dem Friedhof, wo Besucher Wasser eine Rinne hinabplätschern lassen können. Sieben Klangobjekte und neun Sitzgelegenheiten verteilen sich entlang des Rundweges.

Von Olaf Barth

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