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Taucha „Sie können mit Stolz auf ihr Taucha blicken“
Region Taucha „Sie können mit Stolz auf ihr Taucha blicken“
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21:00 01.10.2010
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Taucha

„Neue Brücken“, von Hartmut Engler mit der Popgruppe Pur gespielt, bildete den ungewöhnlichen aber treffenden musikalischen Auftakt in der Grundschulaula. Zehntklässler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, unterstützt von Chormitgliedern der Schule und Robert Keller am Piano, sangen unter Leitung von Uta Woinke das Lied, das Intoleranz verurteilt für das aufeinander Zugehen wirbt. An Feindbilder und ein Gegeneinander der beiden deutschen Staaten vor der Wende erinnerte auch Bürgermeister Holger Schirmbeck in seiner Ansprache. „Mit diesen Gedanken sind wir groß geworden“, sagte er. Umso mehr müsse die „historische Dimension“ der Deutschen Einheit gewürdigt werden, auch wenn „sehr persönliche Erlebnisse“ den Blick manchmal trübten. Insgesamt gehe es den Deutschen seit der Einheit besser, und auf diese Entwicklung könnten sie stolz sein. Gleichwohl dürfe nicht vergessen werden, dass für blühende Landschaften ein Ackern vorher nötig ist.

Schirmbeck dankte besonders den Partnern aus dem nordrhein-westfälischen Hilden bei Düsseldorf, die ab 1990 Taucha zur Seite gestanden hätten. Das erste Diktiergerät stamme aus Hilden, die erste Feuerwehrdrehleiter, erinnerte Schirmbeck. Dabei habe es nie einen Partnerschaftsvertrag oder Ähnliches gegeben, gleichwohl hätten die Hildener immer auf Augenhöhe beim Aufbau der Verwaltung geholfen. Formell beendet worden sei die Hilfe nie, aber irgendwann von selbst zu Ende gegangen, wenngleich die Hildener noch 2002 Eilenburg während der Flut beigestanden hätten.

Hildens Bürgermeister Horst Thiele, der mit einer Abordnung („der Taucha Fanclub“) samt Stadtdirektor a.D. Karl-Detlev Göbel diesmal die 500-Kilometer-Strecke „in damals undenkbaren dreieinhalb Stunden“ schaffte, erinnerte an 30 Besuche der Hildener in Taucha und doppelt so viele von Tauchaern in seiner Verwaltung. „Sie können mit Stolz auf ihr Taucha blicken“, rief er den Festgästen zu, zu denen neben Landrat Michael Czupalla, Stadträten von heute und früher, Vereinschefs und Honoratioren der Stadt auch Mitglieder des Runden Tisches Taucha zählten. „Und wir Hildener sind auch etwas stolz auf das Erreichte in Taucha.“

Die beiden Bürgermeister tauschten jeweilige Bilder ihrer Stadt als Dankeschön aus, bevor die Nationalhymne erklang und anschließend Gespräche den Geschehnissen rund um Einheit und Wiederaufbau sehr persönliche Erlebnisse beifügten.

Jörg ter Vehn

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