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Taucha Spazieren gegen Straßenbaupläne
Region Taucha Spazieren gegen Straßenbaupläne
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09:00 02.01.2012
Mit einer Menschenkette mahnten die Teilnehmer vor der geplanten Trasse. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Sternförmig wanderten die Ausflügler von der St.-Moritz-Kirche in Taucha und der Parthebrücke in Panitzsch auf Sehlis zu, das durch die geplante Straße künftig vom kirchlichen Heim gleich nebenan abgeschnitten werden würde. An der künftigen Trasse steckten die Teilnehmer als Menschenkette die geplante Straße ab und zeigten so nachdrücklich, wie sehr eine mehrspurige Bundesstraße die malerische Landschaft zerstören würde. Am Abend erleuchteten Fackeln den Verlauf.

Es war der zehnte Partheland-Neujahrsspaziergang, der jeweils unter einem Motto steht. „Wir hatten eigentlich gehofft, das Thema B87n abhaken zu können. Aber dann haben die Regierenden mit einem ‘klarstellenden Hinweis‘ gezeigt, dass sie daran festhalten wollen“, hatte Partheland-Leiter Heiko Thonig zur Begrüßung den Spaziergängern erläutert. Er spielte damit auf den Regionalplan an, der nach massiven Protesten aus der Bevölkerung zunächst keine Möglichkeit mehr sah für eine B87n-Trasse durch die Parthenaue. Das zuständige Staatsministerium in Dresden wollten den Plan jedoch nur mit einem „klarstellenden Hinweis“ genehmigen, der für eine solche Trasse wieder eine Hintertür öffnet.

Eine Reaktion der Naturschützer war unter anderem jetzt der Neujahrsspaziergang. „Zeigen wir den Entscheidungsträgern der Planungen einer B87n durch einen ‚klarstellenden Hinweis‘, was wir von der Zerstörung der Parthenaue und Tauchaer Endmoräne halten“, hatten sie zu dem Lauf aufgerufen.

Er sei „hocherfreut“ über den großen Zuspruch, so Thonig. Hatte er ursprünglich mit rund hundert Teilnehmer gerechnet, schlossen sich unterwegs immer mehr Leute an.

Zusammen ging es nach der Trassenbesichtigung zum Reiterhof von Marie Stein in Sehlis, wo in der Halle allerlei Leckereien warteten. Anstelle des versprochenen Glühweins gebe es allerdings warmen Apfelsaft, verkündete Thonig mit Blick auf eventuell noch vorhandenen „Resttrunk“ vom Vorabend. Den Saft habe das Obstbauunternehmen Dottermusch aus Wöllmen gespendet, das um seine Existenz fürchtet und ebenfalls gegen die Straßenbaupläne kämpft.

Jörg ter Vehn

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