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Taucha Sperrmüll und Schrott containerweise entsorgt
Region Taucha Sperrmüll und Schrott containerweise entsorgt
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10:00 17.10.2011
Schrott und Sperrmüll, der sich im Lauf der Jahre in den weitläufigen Anlagen des Tierheims Taucha angesammelt hatte, wurde am Wochenende containerweise entsorgt. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Der erste Container am Freitagmorgen war schnell gefüllt. „Alles Zeug, der sich in sechs Jahren Tierheim hier angesammelt und den nie einer entsorgt hat“, erzählte Carmen Limbach, die erst im vorigen Jahr die Leitung über das Heim übernommen hatte. Alte Bretter, Regalteile, kaputte Tische, Stühle, Gitter, Schränke – alles wanderte in den Container, der keine zwei Stunden später überfüllt war. Da kam schon der nächste, der sich mit Sperrmüll aus dem Keller des Heimes füllte.

Am Morgen hatte Andreas Seibt vom Verein Zukunftswerkstatt aus Leipzig mit seinen beiden Helfern bereits sieben Liegepodeste in den Hundezwingern aufgestellt. „Wir haben vom Hilfeaufruf gelesen und in der Werkstatt bei uns sofort die Liegebretter gebaut“, erzählte Seibt. Die habe der Verein jetzt dem Tierheim gespendet. Auf den kleinen Podesten liegen die Tiere höher und wärmer. Früher hatten die Hunde mit Decken auf dem kalten Betonfußboden ruhen müssen.

Auch in den Kellern des Heimes halfen die fleißigen Helfer beim Ausmisten. Quelle: Jörg ter Vehn

Seibt und seine Helfer packten ebenso beim Aufräumen mit an wie Michael Schaal. Er habe selbst einen Hund, habe über Hundetrainerin Bettina Krist aus Thekla von dem Hilfseinsatz gehört, erzählte der selbstständige Malermeister. Krist packte ebenso fleißig mit an. Bei Altenpfleger André Rockahr zog sich die Hilfe durch die ganze Familie. „Heute komme ich, morgen meine Frau“, schmunzelte er und wurde angesichts der Müllberge gleich wieder ernst. Schließlich müsse es darum gehen, im Heim geordnete Verhältnisse zu schaffen, um auch Raum für Veränderungen zu haben.

Die dauern noch etwas. Zum Beispiel sollen auf der Fläche vor dem Heim zwei Freilaufgehege für Hunde entstehen – ein lange gehegter Traum vom Chefin Limbach. „Wir müssen erst sehen, was wir an Material gespendet bekommen“, erzählte sie noch am Freitag, etwas unsicher, ob der Traum in Erfüllung gehen kann. Sonntag berichtete dann Vereinschef Uwe Dittrich, dass es dazu erst noch Gespräche mit der Vermieterin geben müsse.

Dittrich und ein weiters Vereinsmitglied stellten am Sonntag den neuen Außenzaun, finanziert aus Vereinsgeldern. „Wir sind alle sehr dankbar über die Hilfe. Es gibt also doch noch Leute, die unsere Arbeit wertschätzen und dabei unterstützen wollen“, sagte Dittrich froh. Die Helfer hätten zudem alle ihre Adressen dagelassen und angekündigt, bei Bedarf wieder zu kommen.

Jörg ter Vehn

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