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Taucha Sperrmüllsystem weiter in der Kritik
Region Taucha Sperrmüllsystem weiter in der Kritik
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14:34 19.05.2015

Über die allgemeinen Müllgebühren werden diese Sammlungen mitfinanziert. Seit Jahren machen die Bewohner entsprechend des Abfallkalenders von dieser Möglichkeit intensiv Gebrauch. Allerdings mehren sich seit Jahren ebenso intensiv kritische Stimmen. Angesichts der mit der offenen Sammlung einhergehenden Verschandelung des Stadtgebietes über einen längeren Zeitraum und des Belagerungszustandes ganzer Wohngebiete durch internationale Müllsammler mit ihren Kleintransportern werden immer wieder Forderungen nach einer Änderung des Sammelsystems auch in Taucha laut.

"Wenn das ganze Wochenende die Kleintransporter aus Litauen oder Polen oder auch deutsche Sammler langsam hier ihre Runden drehen oder abwartend parken und lauern, ist das einfach kein tragbarer Zustand mehr. Der Müll wird auseinandergepflückt und irgendwann landet ein Teil davon dann in der Landschaft", beschwerte sich zum Beispiel ein älterer Mann in Taucha, der namentlich aber nicht genannt werden will. Ähnliche Stimmen waren vielfach auch während der zurückliegenden Sammlungen laut geworden. Die Politik sehe dem tatenlos zu.

"Uns ist bewusst, dass die Zustände an den Sammelpunkten für Unmut sorgen. Aber in diesem Jahr ist keine Änderung im Sperrmüll-System vorgesehen. Zunächst warten wir das Ende des Delitzscher Pilotprojektes und dessen Auswertung ab", sagte gestern auf LVZ-Anfrage Rayk Bergner, Sprecher des Landratsamtes Nordsachsen. Für die Sperrmüllsammlung ist der Landkreis zuständig. Welches System dabei angewendet wird, darüber müssten die in den Kreistag gewählten Vertreter aus den unterschiedlichen Parteien entscheiden. Bergner: "In Delitzsch wird seit vorigem Jahr zum jeweiligen Zeitpunkt in den entsprechenden Straßen der Sperrmüll an festen Sammelpunkten abgegeben. Diese Orte sind eingezäunt und rund um die Uhr bewacht. Ordnungsamt und Polizei sind einbezogen." Das Pilotprojekt sei für zwei Jahre angelegt und laufe im Dezember aus. "Es wird ergebnisoffen ausgewertet. Dabei muss auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis betrachtet werden. Die Bürger wollen ja auch kein neues System, was am Ende zu höheren Müllgebühren führt", mutmaßt Bergner. Die Sammlung müsse zudem auch künftig bürgerfreundlich organisiert werden.

"Noch habe wir auch gar nicht das Gespräch mit den Städten gesucht, die da natürlich eingebunden werden müssen. Es ist noch völlig offen, ob die Änderung des derzeitigen Systems eine Option ist und wie sich der Bedarf dafür in den Städten darstellt", dämpft Bergner mögliche Hoffnungen, dass sich diesbezüglich kurzfristig etwas ändern könnte. Allerdings habe auch der Landkreis großes Interesse daran, "dass die Wertstoffe nicht verloren gehen", so Bergner. Denn das, was die Müllsammler fortschaffen und zu Geld machen, könne genau so gut hier verwertet werden. Auch in Delitzsch seien die "Belagerer" noch da und würden den Bürgern vor den Sammelplätzen den Müll abluchsen. Dennoch könnte sich bei den privaten Sammlern herumsprechen, dass sich bei einem geänderten Sperrmüllsystem dann die Müllfahrten nicht mehr lohnen, glaubt Bergner. Aber ob es zu einer Änderung kommt, sei eben noch völlig offen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.02.2014
Olaf Barth

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