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Taucha Sportboden defekt - Stadt muss handeln
Region Taucha Sportboden defekt - Stadt muss handeln
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16:55 19.05.2015
Schulleiter Andreas Kießling zeigt die schadhaften Stellen im Parkett. Quelle: Olaf Barth

Doch nun gibt es auch ein Problem, genauer gesagt zwei: Der Fußboden in der Sporthalle ist defekt und die Kapazität reicht nicht mehr aus.

In der Parthestadt mangelt es eigentlich nicht an Sportstätten. Aber es gibt auch viele Schulen und Vereine. Und auf eine Folge der positiven Entwicklung bei Zuzügen und Schülerzahlen hatte Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) bereits bei der Übergabe des Fördermittelbescheides für den Ausbau der Mittelschule verwiesen: "Wir stoßen beim Sportunterricht an unsere Grenzen, werden uns hier mittelfristig etwas einfallen lassen müssen."

Darüber wurde nun auch in dieser Woche im Verwaltungsausschuss gesprochen. Doch das Thema Kapazitätsgrenze wurde von einem noch aktuelleren Problem überlagert. Der Parkettboden der Schulsporthalle weist im Randbereich Schäden auf. Es bilden sich Wellen, einzelne Streifen sind locker. "Im Unterricht wird dieser Bereich gemieden", sagte Schulleiter Andreas Kießling bei einem LVZ-Besuch vor Ort. Er hoffe außerdem auf besseres Wetter, damit der Sportunterricht bald wieder im Freien stattfinden kann.

Darauf hofft auch die Stadtverwaltung und fasst schon mal eine Reparatur über die Ferienzeit ins Auge. "Wir müssen hier handeln, das ist klar. Gerade vor dem Hintergrund der Ereignisse in Leipzig mit der Verletzung im Sportunterricht und anschließender Verhandlung, sind wir natürlich alle sehr für das Thema sensibilisiert", so Schirmbeck. Außerdem hatte ein Gutachten ergeben, dass auch der große, nicht beschädigte Bereich insgesamt nicht mehr den Anforderungen einer Schulsporthalle entspricht. Der Boden würde zu wenig federn. "Wir hoffen aber, dass wir die Halle nach der Parkett-Reparatur weiter nutzen können. Es ist nun mal kein Neubau nach modernsten Gesichtspunkten", sagte das Stadtoberhaupt. Und es weiß, eine Erneuerung des gesamten Bodens käme zum ungünstigsten Zeitpunkt. Denn eine zweite Großbaustelle neben dem bald startenden Ausbau des Dachgeschosses im angrenzenden Schulgebäude würde die Belastungen zusätzlich steigern und die Bauabläufe noch komplizierter gestalten. Außerdem sei im gerade verabschiedeten Haushalt für dieses Jahr kein Geld für eine aufwendige Sporthallen-Fußbodensanierung vorgesehen. "Aber eins ist auch klar, das haben die Stadträte im Ausschuss deutlich gemacht: Es muss in der Halle ein regulärer Sportunterricht ohne Verletzungsgefahr im gesamten Bereich möglich sein. Zur Not muss dafür eben auch ein Haushaltsbeschluss gefasst und Geld umgeleitet werden", so Schirmbeck.

Mittelfristig sieht er die Stadt vor der Aufgabe, für eine voll ausgelastete dreizügige Mittelschule einen Sporthallen-Neubau ins Auge zu fassen. "Momentan behelfen wir uns sowohl für Schüler der Sonnenblumen-Grundschule als auch für die Mittelschüler mit Unterrichtsstunden in der Jubisch-Halle. Doch die wurde für den Vereinssport gebaut, entspricht nicht den hohen Anforderungen einer Schulsporthalle und kann auch nicht entsprechend nachgerüstet werden", erklärte der Bürgermeister. Insofern erweise sich nun die Stadtratsentscheidung, das Dachgeschoss der Mittelschule auszubauen und nicht für einen Anbau zu plädieren, als weise. Denn damit steht auf dem Gelände noch der Platz für eine neue Halle zur Verfügung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.05.2013

Olaf Barth

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