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Taucha Sprayer bringen buntes Taucha auf Wände und Mauern
Region Taucha Sprayer bringen buntes Taucha auf Wände und Mauern
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07:00 23.10.2017
Unter professioneller Anleitung von Graffiti-Künstler Ilja van Treek (Dritter von rechts) gestalten die Jugendlichen beim Workshop eine Giebelwand. Quelle: Reinhard Rädler
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Taucha

Unter dem Motto „Wir bringen Farbe in die Stadt“ trafen sich am Wochenende auf Initiative des Jugendparlamentes Jugendliche aus Taucha zu einem Graffiti-Workshop in der Graßdorfer Straße 28. Sieben Teilnehmer begannen unter professioneller Anleitung auf der Giebelwand des Hauses eine bunte Blumenwiese zu gestalten.

„Wir wollen damit auch deutlich machen, dass Graffiti nicht mit Beschmieren gleichzusetzen ist“, sagte der Sprecher des Jugendparlamentes, Tom Richter. Stadt und städtische Gesellschaften, aber auch private Eigentümer stellten extra Flächen für legales Sprayen zur Verfügung.

Es war nicht der erste Workshop für die jungen Tauchaer. Schon am Gebäude des Jugendclubs und an einer Grundstücksmauer in der Sommerfelder Straße konnten sie sich versuchen. Gefördert wurde dieses Projekt, wie die aktuelle Aktion, mit Fördermitteln des Jugendfonds Nordsachsen. Dahinter steckt die Idee, das Miteinander der Jugendlichen aus dem Geschwister-Scholl-Gymnasium und der Oberschule zu stärken und ihre Kreativität anzuregen.

Der Leipziger Graffiti-Künstler Ilja van Treek, der den Workshop betreut, hat in Taucha schon etliche bunte Farbspuren hinterlassen. So gestaltete er allein dreimal im Parthebad und zweimal am Jugendclub oder am Service-Punkt am Busbahnhof, an der Straßenbahn-Endstelle, am Eingang der Grundschule Am Park und am Wartehäuschen am Rondell Chadrac/Espaly künstlerisches Graffiti mit städtischen Motiven.

„Ich habe den Jugendlichen die richtige Handhabung der Spraydose gezeigt, die Auswirkungen unterschiedlicher Sprühabstände erklärt, den Hintergrund vorgesprüht und eine Blüte als Muster gestaltet“ erklärte der 30-Jährige. „Und wenn nun den Amateur-Sprayern mal etwas misslingt, kann man es aus- oder nachbessern oder aus dem Missgeschick kreativ ein neues Motiv gestalten und zuletzt bleibt dann immer noch der Farbreiniger. Das kann alles passieren, es ist nun mal ein Workshop“, machte er seinen Sprayern Mut. Die 16-jähige Josephine und die 14-jährige Anna machten ihre Sache fürs erste Mal schon ganz gut. „Hier gehören aber keine weißen Blütenblätter hin“, korrigierte sie der Graffiti-Profi kameradschaftlich.

Oberschülerin Alina Linnemüller und Max Trotte haben schon einmal bei einem Workshop mitgemacht. „Ich weiß, dass man nicht zu dick auftragen darf, sonst läuft die Farbe weg. Auch starker Wind ist nicht gut, da kann man nicht sauber sprühen“, weiß der Zehntklässler vom Gymnasium aus eigener Erfahrung.

Im Zweijahresplan des Jugendparlamentes ist die Fortsetzung des Projektes vorgesehen. Weiter in guter Zusammenarbeit mit dem Bau- und Ordnungsamt, wie Richter betonte.

Von Reinhard Rädler

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