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Taucha Sprayer gestaltet Infopunkt am Busbahnhof Taucha
Region Taucha Sprayer gestaltet Infopunkt am Busbahnhof Taucha
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14:19 19.05.2015
"Einsteigen bitte!" - Graffiti-Künstler Ilja van Treek stellt DB-Agentur-Betreiberin Anja Schwarz, Bau-Sachbearbeiterin Kathrin Gottschalk und Bürgermeister Holger Schirmbeck (von rechts) seine Arbeit vor. Quelle: Reinhard Rädler

Aber nun richtig und in ordentlicher Form. Denn wenige Tage nach seiner Inbetriebnahme im Juli vergangenen Jahres hatten Schmierfinken das Gebäude regelrecht verschandelt. Die Betreiberin der DB-Agentur, Anja Schwarz, war darüber genauso verärgert, wie die zuständigen Mitarbeiter des Rathauses, des städtischen Betriebes IBV und des Zweckverbandes Nahverkehr.

"Zum Glück war von der geplanten Bausumme in Höhe von 45 000 Euro - aus Mitteln des Zweckverbandes und der Stadt - noch etwas übrig, so dass wir eine professionelle Fassadengestaltung in Auftrag geben konnten", sagte Kathrin Gottschalk vom Fachbereich Bauwesen der Stadt.

Der Leipziger Graffiti-Künstler Ilja van Treek konnte mit seiner Vorlage aus Taucha- und Bahnmotiven überzeugen. Ende April übergab er sein Werk nun offiziell der Stadt. Exakt, mit Blick für Details sowie Sinn für Realität und doch künstlerisch frei hat der 27-jährige Sprayer in zweieinhalb Wochen den Aussichtsturm und die St.Moritz-Kirche sowie den neuen S-Bahn-Wagenzug "Talent 2" gestaltet. "Wo es beim Original - zum Beispiel bei Türen und Fenstern - scharfe Kanten gibt, habe ich abgeklebt. Ansonsten spraye ich frei aus dem Handgelenk heraus", erklärte von Treek seine Technik. Eine gründliche Arbeitsvorbereitung durch Abschleifen des Untergrundes und Auftragen von Haftgrund gehöre bei ihm zum Standard, schließlich müsse die Farbe Wind und Wetter standhalten. Obwohl ursprünglich nicht geplant, hat der Künstler sogar zwei direkt an einer Wand stehende Schaltkästen in das dahinterliegende Motiv mit einbezogen.

Wenn man sich dem Busbahnhof nun aus Richtung Bahnhofstraße oder Südstraße nähert, fällt die Wandgestaltung angenehm auf. Das Auge bleibt an den beiden Taucha-Motiven hängen und der heranbrausende S-Bahn-Zug verlockt zum Einsteigen. "Ich hätte nie gedacht, dass mir Graffiti mal gefallen könnte", meine Bürgermeister Schirmbeck (SPD) erstaunt und anerkennend zugleich. "Aber nur in solch einer Qualität, wie hier, und auch nur dort, wo es gewollt ist", schränkte er ein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.05.2014
Reinhard Rädler

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