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St.-Moritz-Gemeinde dankt Ehrenamtlichen

Kleiner Empfang im Diakonat St.-Moritz-Gemeinde dankt Ehrenamtlichen

Mit einem Predigtgottesdienst in der Tauchaer St. Moritz-Kirche unter dem Motto „Danke für alle Ehrenamtlichen“ und einem kleinen Empfang in der Diakonie würdigte die evangelische Kirchgemeinde jetzt das uneigennützige Engagement vieler Gemeindemitglieder und Unterstützer.

Für Pfarrer Christian Gottfried Edelmann (li) gab es viele Gesprächsrunden mit Ehrenamtlichen.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Mit einem Predigtgottesdienst in der Tauchaer St. Moritz-Kirche unter dem Motto „Danke für alle Ehrenamtlichen“ und einem kleinen Empfang in der Diakonie würdigte die evangelische Kirchgemeinde jetzt das uneigennützige Engagement vieler Gemeindemitglieder.

„Ohne Ihre freiwillige und unentgeltliche Arbeit könnten wir viele Dinge in unser kirchlichen Arbeit und bei der Gestaltung des Zusammenlebens in unserer Gemeinde nicht leisten“, bedankte sich der Gemeindepfarrer Christian Gottfried Edelmann bei den vielen Helfern. Fast 100 Freiwillige, darunter auch Angehörige der katholischen und der neuapostolischen Kirche sowie auch Menschen ohne Glaubensbekenntnis, stellen sich unter dem Dach der evangelischen Kirchgemeinde in den Dienst für die Allgemeinheit. „Sie führen die Besuchsdienste bei älteren oder kranken Gemeindemitgliedern durch, unterstützen uns in der Kinder- und Seniorenarbeit, engagieren sich in Gesprächskreisen oder sorgen für die musikalische Begleitung unserer kirchlichen Veranstaltungen“, zählte der Pfarrer nur einige Beispiele auf. „In den letzten Monaten widmen wir uns auch verstärkt der Betreuung der in Taucha neu ankommenden Flüchtlinge und Asylsuchenden, bieten im ,Café International’ im regelmäßigen Wechsel im Jugendclub oder im Diakonat dazu auch Begegnungsmöglichkeiten zum gegenseitige Kennenlernen an“, fügte er hinzu.

„Wir haben Sprachkurse und Willkommensbesuche für die ausländischen Neubürger geplant, es gibt für sie einen Begrüßungsbrief in fünf Sprachen und wir unterstützen sie bei Behördengängen“, ergänzte Kirchenvorstandsmitglied Christine Rademacher. Sie sorgte auch für die Koordination des Projektes „Zeit-Tausch-Börse Taucha“, das helfen soll, Menschen zusammenzubringen, die sich nach dem Prinzip der Nachbarschaftshilfe einander unterstützen können. „Die Bereitschaft dazu ist groß und wächst ständig“, berichtete sie stolz. „Das ging sogar soweit, als ich mich bei einem Telefonat verwählt hatte, dass mich der irrtümlich Angerufene fragte, ob er bei dem Projekt nicht mitmachen könne“, schmunzelte sie.

„Wenn ich helfen kann, dann spielt Religion keine Rolle“, brachte es Manuela Alfaenger von der neuapostolischen Gemeinde Taucha auf den Punkt. Sie hatte als Kantorin ausgeholfen und die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ (die LVZ berichtete) unterstützt. Sie nutzte den Abend zugleich zu Absprachen mit Mitgliedern der evangelischen Kirchgemeinde über die Vorbereitung des ökumenischen Weltgebetstages am Freitag, den 4. März 2016.

Der Sehliser Eberhardt Gallschütz zählt zu den Ehrenamtlichen, die sich in der Interessengemeinschaft, gemeinsam mit dem Kommune-Projekt des Ortsteils, um eine Willkommenskultur zu den im kirchlichen Heim untergebrachten unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen bemühen. Hildegard Burg-Heinzerling ist im Mittwochsgesprächskreis aktiv und möchte darüber hinaus einen Handarbeitszirkel mit Migrantinnen so organisieren, dass diese Frauen, nicht wie sonst in manchen Kulturkreisen üblich, auch einmal ohne Begleitung ihrer Ehemänner teilnehmen können.

Tauchas Bürgermeister Tobias Meier (FDP) war zusammen mit dem Fachbereichsleiter für Ordnung und Soziales, Jens Rühling, unter den Gästen. „Es sind die vielen kleinen Dinge, deren Bewältigung dazu beiträgt, sozial Benachteiligte, Ältere und Flüchtlinge aufzufangen. Ohne das freiwillige Zusammenwirken vieler Tauchaer wäre eine Integration unserer ausländischen Mitbürger bisher so nicht möglich gewesen. Wir sind von der Entwicklung nicht überrascht worden, denn der Grundstock für das soziale Engagement wurde seit Monaten gelegt. Darauf können wir auch bei den zu erwartenden Neuzugängen aufbauen“, konstatierte das Stadtoberhaupt.

Von Reinhard Rädler

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