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Taucha Stadtgrün: Keine erweiterte Anliegerpflicht
Region Taucha Stadtgrün: Keine erweiterte Anliegerpflicht
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10:00 09.06.2011
Helfen ohne Zwang: Die Erstpflege in der Altstadt, hier in der Eilenburger Straße, hat die Stadt bezahlt. Sie hofft nun, dass die Bürger freiwillig bei der Pflege mithelfen. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Wie berichtet, hat sie im Amtsblatt der Stadt die Situation nach dem Wegfall der Ein-Euro-Jobber erläutert, mit denen bislang ein Großteil der Flächen in Schuss gehalten worden war. Stein bittet dort um Unterstützung durch die Bürger. „Viel wäre schon getan, wenn alle ihren Anliegerpflichten nachkämen und die Pflege von Baumscheiben und/oder Beeten vor der eigenen Haustür zur Selbstverständlichkeit gehörten“, so die Amtsleiterin. Ein Bild eines ungepflegten Beetes in der Eilenburger Straße, das im Zuge der Altstadtsanierung angelegt worden war, ziert ihren Beitrag zum Thema Stadtgrün und suggeriert, dass auch die Pflege dieser Anlagen künftig von den Anlieger zu übernehmen ist.

„Selbstverständlich gehören die selbstständigen Grünanlagen nicht zur Anliegerpflicht“, stellte jetzt das Rathaus auf Nachfrage klar. Die Stadt wolle nach dem Wegfall der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen die Anwohner „sensibilisieren, freiwillig auch vor der Haustür für ein schmuckes Aussehen unserer Kleinstadt zu sorgen“, erläuterte die Verwaltung ihr Ansinnen. Es sei kein erhobener Zeigefinger gemeint oder gewollt gewesen, sondern einfach die Bitte, nicht immer nur zu kritisieren, sondern auch Taten folgen zu lassen. Die Erstpflege der Innenstadt-Grünflächen sei über zusätzliche Aufträge an Privatfirmen organisiert worden, erläuterte das Rathaus den derzeit guten Zustand. Da der Haushalt den gesamten Aufwand keinesfalls stemmen könne, sei der Zustand nicht für das gesamte Jahr gewährleistet.

Stein bedauerte gestern persönlich eventuelle Missdeutungen. Der Beitrag sei gar nicht so groß gemeint, Bilder auch gar nicht geplant gewesen aus ihrer Sicht. Sie habe nur um die Mithilfe der Bürger bei der Pflege des Stadtgrüns bitten wollen. Ihr Amt sei bemüht, transparenter zu werden, habe nun auch einen eigenen Button „Stadtgrün“ auf der Internetseite der Stadt, wo Wichtiges zum Thema den Bürger aus erster Hand erklärt werde.

Im ersten Beitrag auf der Rubrik findet sich derzeit der Vortrag von Anfang April über die schrittweise Umgestaltung des Marktplatzes in den nächsten vier Jahren (die LVZ berichtete).

Jörg ter Vehn

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