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Taucha Stadtrat bringt neues Wohngebiet auf den Weg
Region Taucha Stadtrat bringt neues Wohngebiet auf den Weg
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08:32 22.09.2017
Die Friedrich-Ebert-Straße führt zu den nach ihr benannten Wiesen, wo in Zukunft Taucha die Errichtung eines neuen Wohngebietes plant, zu dem dann auch eine neue Grundschule gehören soll. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Taucha

Die Parthestadt hat Großes vor: Die Frei- und Brachflächen an der Friedrich-Ebert-Wiese sollen „für Wohnen und Gemeinbedarf neu geordnet“ werden. So zumindest heißt es im Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 58. Zu gut deutsch, auf dem Areal sollen Wohnhäuser und eine neue Schule samt Sporthalle und Freiflächen entstehen.

Dass es Gedankenspiele in dieser Richtung gibt, ist nicht mehr ganz neu (die LVZ berichtete). Doch mit dem Aufstellungsbeschluss für diesen Bebauungsplan haben die Stadträte diese Vision nun offiziell zu einem konkreten Vorhaben gekürt. Über Zeitpläne und das Aussehen des künftigen Stadtteils lässt sich gegenwärtig noch nichts sagen, das ist jetzt Sache der weiteren Planungen. Fest steht allerdings, dass in dem Areal auch eine neue, zweizügige Grundschule und eine dazugehörige Zweifeld-Turnhalle ihren Platz finden sollen. „Mit der Eröffnung der neuen Kindertagesstätte hat es für dieses Areal den ersten Impuls gegeben. Der Bebauungsplan ist nun erforderlich, um die unbebauten Flächen zu ordnen“, erläuterte Bau-Fachbereichsleiterin Barbara Stein.

Laut Beschlussvorlage erstreckt sich der Geltungsbereich des neuen B-Planes im Wesentlichen über die derzeit noch unbebauten Flächen eines älteren Bebauungsplanes Nr. 5 sowie des Vorhaben- und Erschließungsplanes Nr. 25. Der Plan Nummer 5 war Anfang 1998 als Satzung beschlossen worden. Mit dem jetzt auf den Weg gebrachten Verfahren soll das bisherige Planungsrecht ersetzt werden. Das neue B-Plangebiet umfasse circa 10,5 Hektar und sei damit etwa halb so groß wie der Geltungsbereich der zwei vorhandenen, und dann nicht mehr gültigen Pläne. Zudem wird der neue Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung aufgestellt. Die Hinweise, Anregungen und Bedenken von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange waren in der Stadtratssitzung im Juli behandelt worden. Die Hinweise, Anregungen und Bedenken der Öffentlichkeit waren Gegenstand des dem Beschluss angehangenen Abwägungsprotokolls. Alle anwesenden Stadträte stimmten diesem neuem Vorhaben in Taucha zu. Doch das war nicht der einzige Beschluss dazu.

Gleich im Anschluss ging es darum, über eine sogenannte Veränderungssperre für das Gebiet des Bebauungsplanes abzustimmen. „Damit soll der Status quo für das Gebiet gesichert werden. Wir haben jetzt circa ein Jahr Zeit für die Planungen. Und in dieser Zeit soll nichts passieren, was uns die Planungen erschwert. Diese sind bezüglich Verkehr und Lärm schon kompliziert genug“, erklärte Stein. Einzelvorhaben in dem Bereich könnten aber dennoch geprüft und genehmigt werden. Die Veränderungssperre diene einfach der Absicherung, dass es der Stadt möglich bleibt, auf dem Areal im Sinne der Daseinsvorsorge, wie zum Beispiel des Schulbaus, ungehindert agieren zu können.

Dieses Agieren verfolgt laut Beschlussvorlage klare Prämissen. Zum einen sollen Brachflächen erschlossen und für eine Wohnnutzung optimiert werden. Dazu käme die Erweiterung beziehungsweise Errichtung verschiedener Infrastruktureinrichtungen. Auch für das Thema Lärm, gerade auch von der nahen Einsenbahnstrecke, sollen Lösungen gefunden werden. Der alte B-Plan von 1998 hatte hier bis zu sechs Meter hohe Lärmschutzeinrichtungen vorgesehen. Weiterhin geht es um die Organisation des ruhenden Verkehrs. Und schließlich soll ein Teil der Brachfläche in einen Stadtteilpark umgestaltet werden. Dabei wird es sich voraussichtlich um jene rund zwei Hektar große Fläche handeln, in deren Boden Altlasten schlummern und wo eine Bebauung deshalb wirtschaftlich nicht darstellbar ist. Dass diese Altlasten im Boden verbleiben können, war schon im Verfahren von 1997/1998 festgestellt worden.

Von Olaf Barth

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