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Standesamt geht online

Standesamt geht online

In der Parthestadt wird als eine der ersten Kommunen in Sachsen seit gestern Mittag das Personenstandsregister elektronisch geführt.Standesbeamtin Uta Schneider und die Teamleiterin für „eGovernment“ der Kommunalen Informationsverarbeitung Sachsen (Kisa), Ilona Melzer, nahmen das Programm per Knopfdruck in Betrieb – und schon war das Tauchaer Ehepaar, das sich am Morgen bei Schneider getraut hatte, auch im Register eingetragen.

Taucha. .

Früher seien dazu Einträge in einem Buch vorgenommen worden, erzählte Schneider. „Stempel und Unterschrift sind jetzt nicht mehr nötig“, so Melzer. An ihre Stelle träten Signaturkarte und persönliche Identifikationsnummer, kurz: PIN. Taucha sei auf das Rechenzentrum der Kisa in Leipzig aufgeschaltet, wo der entsprechende Eintrag dauerhaft gesichert vorgenommen werde, so Dirk Vogel, der das „eGovernment Kompetenz-Zentrum“ der Kisa leitet. Weil die Daten über ein gesperrtes kommunales Datennetzwerk verschickt würden und zusätzlich mit der Signatur versehen seien, gelte das System als sicher. „Das Netzwerk kann von außen nicht angezapft werden“, ist er sich sicher.

Die Arbeit an dem System habe im Grunde begonnen, als das neue Personenstands-Gesetz für Sachsen zu Beginn vorigen Jahres in Kraft trat, erzählte Vogel. Das Gesetz sieht vor, dass künftig alle Beurkundungen im Standesamt auf elektronischem Wege zu erfolgen haben. „Taucha hat sich dankenswerter Weise bereit erklärt, als Pilotkommune zur Einführung des Systems mitzumachen“, sagte Vogel. Mit der Parthestadt im Boot sind in Sachsen Bad Schandau, Greischa und Breitenbrunn im Erzgebirge, die gestern ebenfalls „online“ gingen. „35 weitere Kommunen werden nun bis zum Sommer folgen“, erklärte Melzer. Insgesamt wollten 200 Kommunen in Sachsen von der Technik profitieren.

Ob und wann Informationen über Hochzeiten, Geburten und Sterbefälle eventuell mit den Daten der Meldebehörde verknüpft werden, konnte Schneider gestern nicht sagen. Richtig ist aber, dass Taucha auch Pilotkommune für die Einführung des elektronischen Personalausweises ist. Dabei gebe es aber noch Softwareprobleme, hieß es vor einigen Tagen im Rathaus.

Die Urkunden für Hochzeiten, Geburten und Sterbefälle gebe es weiterhin, so Schneider. Und auch die Familienbücher. Ihre gute alte Schreibmaschine will die Standesbeamtin nicht aus dem Büro verbannen. Schließlich gebe es noch alte Urkunden, die nur damit richtig auszufüllen seien.

Jörg ter Vehn

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