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Taucha Startschuss für "Betreutes Wohnen" in der Lindnerstraße noch im Winter erwartet
Region Taucha Startschuss für "Betreutes Wohnen" in der Lindnerstraße noch im Winter erwartet
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21:00 14.01.2010
Taucha

Noch im Winter begännen Entkernung der Häuser und der Abriss der Hinterhofgebäude. „Wir haben alles für die Baugenehmigung eingereicht, warten jetzt auf den Startschuss“, so Dressler. Er könne nicht eher beginnen, als die Behörden Grünes Licht für das Vorhaben geben, erklärte er. Das zuständige Bauordnungsamt des Kreises äußerte sich gestern nicht zu dem Fall, macht kaum Angaben zu laufenden Verfahren. Die vergangenen Monate seien für die ganzen Vorbereitungen verwendet worden. Unter anderem sei ein Betreiber fürs „Betreute Wohnen“ gefunden und gebunden worden. „Der Vertrag steht“, sagt Dressler. Mehrere Millionen Euro werde der Umbau der leerstehenden Gebäude in der Lindnerstraße in rund 70 Ein- und Zweiraumwohnungen für die Senioren kosten. „Die Ausschreibungen für das Komplettpaket laufen“, erzählte Dressler. Noch im Winter begännen Entrümpelung, Entkernung der drei Häuser und der Abriss der nicht mehr nutzbaren Hofgebäude wie Garagen und Waschhäuser. Wie berichtet, soll in den Grünanlagen hinter den Häusern ein kleiner Park mit Bänken, Blumenrabatten und rollstuhlgerechten Wegen die Senioren erfreuen. „Die alten Bäume bleiben stehen, werden während des Umbaus entsprechend geschützt“, verspricht der Projektsteuerer. Unter Schutz stehen inzwischen auch alle drei Häuser. Der Vierling sei nachträglich auf die Liste des Denkmalschutzes gekommen, berichtete Dressler. Zwilling und Drilling – die Häuser haben entsprechend viele Eingänge – waren bereits eingestuft. „Beim Vierling war nur zu DDR-Zeiten die Fassade geschliffen und gegen eine einfache, herkömmliche getauscht worden“, erzählte Dressler. Im Archiv der Stadt Taucha habe er aber alte Baupläne, Fotos und auch alte Fassadenpläne entdeckt und dem Denkmalschutz vorgelegt. Ein Gutachter habe im Vierling-Treppenhaus auch die schönsten Malereien aller drei Häuser im Stil des Art déco festgestellt. „Die werden wir wieder herrichten“, verspricht Dressler. Unter dieser Zusicherung sei der Vierling nun denkmalgeschützt. Weitere Auflage der Behörde sei gewesen, die nötigen Aufzüge der Häuser nicht wie geplant an der rückseitigen Fassade anzubringen. „Wir werden sie nun ins Hausinnere verlagern“, sagt Dressler. Ziel sei es, zum Jahresende das erste Haus fertig umgebaut zu haben.

Jörg ter Vehn

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