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Taucha Steigende Schülerzahlen: Tauchaer Gymnasium wächst
Region Taucha Steigende Schülerzahlen: Tauchaer Gymnasium wächst
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11:31 06.05.2016
Das Haus II des Tauchaer Geschwister-Scholl-Gymnasiums soll erweitert werden. Dazu wird der unsanierte Altbau (links) abgerissen und durch einen Neubau für die Schule ersetzt. Die im Altbau noch untergebrachte Kleiderkammer zieht an die B 87 um. Quelle: Olaf Barth
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Taucha

Seit Jahren bewegen sich die Schülerzahlen in Taucha auf einem stabilen, hohen Niveau. Derzeit befinden sich in den fünften bis zwölften Klassen des Gynasiums rund 780 Schüler. Auch die jüngsten Zahlen vom März mit 94 Anmeldungen würden in der dreizügig ausgelegten Einrichtung schon jetzt Vierzügigkeit zulassen, bestätigte gestern Horst Winkler. Er leitet im Landratsamt Nordsachsen das Dezernat Hauptverwaltung und ist mit Tauchas Schulleiterin Kristina Danz schon länger über eine mögliche Kapazitätserweiterung des Gymnasiums im Gespräch.

Der Landkreis ist Träger des Gymnasiums. „Seit Jahren gibt es eine Nachfrage, die für je vier Klassen eines Jahrganges reicht. Die Prognosen gehen von einer weiteren stabilen Entwicklung aus. Deshalb ist in Abstimmung mit dem Kultusministerium vorgesehen, ehe Schüler weggeschickt werden, lieber das Gymnasium zu erweitern“, so Winkler. Endgültig entschieden ist das alles noch nicht, denn Tauchas Stadträte und Nordsachsens Kreisräte stimmen erst noch über die Investitionsprojekte ab, ehe diese beim Freistaat zur Prüfung und zur Ausgabe der Fördermittel vorgelegt werden.

Die Stadt Taucha ist dabei als Eigentümer der Gymnasiumsgebäude mit im Boot. An Investitionskosten ist sie entsprechend einer Zweckvereinbarung mit 50 Prozent beteiligt. „In mehreren Beratungen kristallisierte sich heraus, dass die beste Lösung für das Gymnasium die Erweiterung des zweiten Standortes ist, der dadurch weiter gestärkt würde“, sagte der Bürgermeister. So soll das bereits genutzte Gebäude im Bereich Kirchplatz/Rudolf-Winkelmann-Straße einen Anbau erhalten. Für den Neubau muss aber am Kirchplatz 4 ein Altbau weichen, der nach Aussage Meiers nicht mehr zu retten ist. Das alte Haus grenzt auf der einen Seite direkt an das Haus II des Gymnasiums und auf der anderen an den Firmensitz der städtischen IBV. Zurzeit befinden sich in dem maroden Mittelbau noch die von Kirchgemeinden betriebene Kleiderkammer sowie die Geschäftsstelle der Volkshochschule Nordsachsen.

Meier sei froh, dass das Gymnasium jetzt mit auf der Förderliste des Landkreises steht, vorbehaltlich des Kreistagsbeschlusses. Für Abriss und Neubau gehen erste Planungen von Ausgaben in Höhe von rund drei Millionen Euro aus. Nach jetzigem Stand kommen auf Taucha Ausgaben in Höhe von rund 375 000 Euro zu. Die Stadt sei entschlossen, die durch die Fördermittel erhaltene Chance zu ergreifen. „Die Kapazitätsgrenze des Gymnasiums ist erreicht. Wir haben lange darüber geredet, jetzt können und müssen wir handeln“, so Meier.

Den besonderen Charme dieser Lösung mit dem Haus II beschreibt er so: „Es verschwindet einer der letzten städtebaulichen Missstände in der Innenstadt. Taucha als Bildungsstandort und die Attraktivität des Zentrums werden gestärkt.“ Sechs neue Klassenräume sollen entstehen, sodass dann über 250 Schüler im Haus II lernen können. Meier: „Damit zieht auch mehr Leben in die Altstadt, das wird ihr einen Schub geben, wovon dann auch Händler profitieren können. Nach dem Unterricht könnten auch die Volkshochschule mit ihren Kursen und vielleicht die Musikschule die Räume nutzen.“

Einen besonderen Reiz hat laut Meier die Tatsachen, dass der Neubau an jener Stelle entstehen wird, an der bereits vor langer Zeit unterrichtet wurde. Wie eine Tafel an dem Mittelbau zur Historie des Standortes informiert, wurde hier in der ehemaligen Stadtschule gelehrt. Diese war 1840 am Standort der 1529 erwähnten Knabenschule errichtet worden.

Weitere angemeldete Investitionsprojekte betreffen außer dem Gymnasium das Rittergutsschloss, einen barrierefreien Zugang zum Rathaus, das Entwässerungsproblem an der Oberschule sowie die Dachsanierung der Mehrzweckhalle.

Von Olaf Barth

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