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Taucha Sternsinger sammeln in Taucha und Umgebung Spenden
Region Taucha Sternsinger sammeln in Taucha und Umgebung Spenden
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14:24 19.05.2015
So viele Heilige Könige wie hier am Wochenende in Taucha sind damals nicht aus dem Morgenland dem Stern gefolgt. Aber die Kirchengemeinden entsendeten wie in den letzten Jahre wieder mehrere Gruppen zum Spendensammeln. Quelle: Reinhard Rädler

In diesem Jahr lautet das Leitwort der Sternsinger-Mission "Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit". Am Sonnabend und Sonntag zogen dazu wieder festlich gekleidete Kinder der katholischen Pfarrgemeinde St. Anna und auch der evangelisch-lutherischen Gemeinde St. Moritz, mit einem Sternträger vorneweg, als Heilige Drei Könige durch Taucha und die Ortsteile. Auch in diesem Jahr waren zudem, in Absprache mit dem Center-Management, zwei Gruppen im Paunsdorf-Center unterwegs.

Bevor es losging, herrschte im Pfarrhaus in der Sommerfelder Straße tüchtiges Gewusel und Stimmengewirr. Den mehr als "drei Königen" aus dem Morgenland wurden bunte Gewänder übergestreift sowie die traditionellen Insignien, Krone oder Turban, aufgesetzt. Und der Mohr bekam natürlich eine dunkle Gesichtsfarbe. Organisatorin Anna Wrobel hatte alle Mühe, sich Gehör zu verschaffen: "Hab ihr auch alles dabei: Sterne, Aufkleber, Kreide, Texte und die Sammeldose?", fragte sie die wichtigsten Positionen ab.

Bevor die Sternsinger loszogen, erteilte ihnen der katholische Pfarrer Wolfgang Ruhnau den Segen "damit ihr ihn in die Häuser tragen und dort verschenken könnt". Mit dem Kreidezeichen "20*C+M+B+15" schrieben die Mädchen und Jungen dann den Segen "Christus segne dieses Haus" an die Haustüren, an denen sie willkommen waren. Die von der aktuellen Jahreszahl eingerahmten Anfangsbuchstaben stammen aus dem ursprünglich in Latein gegebenen Segen "Christus mansionem benedicat". Viele Zeitgenossen allerdings setzen die Buchstaben C, M und B auch mit den Anfangsbuchstaben der drei Heiligen Könige Caspar, Melchior und Balthasar gleich. Die drei Kreuze dazwischen sollen für den Segen "im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes" stehen. Wer es von den Sternsingern ganz korrekt nimmt, fügt vor dem C einen kleinen Stern ein, der als Symbol für jenen hellen Himmelsstern seht, dem die Weisen aus dem Morgenland der Überlieferung nach gefolgt sein sollen.

"In den meisten Fällen werden wir wohlwollend empfangen", sagte Gemeindereferent Andreas Czerny. "Es kommt aber auch vor, dass Türen gar nicht geöffnet oder gleich wieder verschlossen werden", bedauerte er diese Art der Ablehnung. "Es gibt die Sternsinger-Aktion zwar schon seit 1959, aber dieser traditionelle katholische Brauch ist hierzulande wohl doch noch nicht so bekannt. Es gibt womöglich auch eine Verwechslung mit dem Halloween-Spektakel."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.01.2015
Reinhard Rädler

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